Nasdaq 100 durchbricht Widerstand – Rekordniveaus wieder in Reichweite
Tech-Index überwindet mehrwöchige Konsolidierung und nähert sich historischen Höchstständen vom Oktober.

Die Nasdaq 100 Futures haben diese Woche einen bedeutenden technischen Durchbruch erzielt und die mehrwöchige Konsolidierungsphase nach oben verlassen. Der Index überwand den hartnäckigen Widerstandsbereich zwischen 25.880 und 26.045 Punkten, der seit dem Markthöhepunkt im Oktober mehrfach Rallyes gestoppt hatte. Die positive Entwicklung wurde durch starke Quartalszahlen von Meta unterstützt, die Kursverluste bei Microsoft mehr als ausgleichen konnten.
Die globalen Märkte zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich, wobei die US-Index-Futures leicht zulegten. Im Gegensatz dazu belastete ein massiver Einbruch der SAP-Aktie den deutschen DAX, der um über ein Prozent nachgab. Die Marktstimmung bleibt trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich Geopolitik und KI-Ausgaben überwiegend positiv.
Technischer Ausblick nach Widerstandsbruch
Der Ausbruch aus der Konsolidierungszone stellt eine wichtige technische Entwicklung dar. Nach mehreren gescheiterten Versuchen im November, Dezember und Anfang Januar konnte der Index die kritische Marke nun überwinden. Die zentrale Frage ist, ob sich die Nasdaq 100 über diesem ehemaligen Widerstand halten und neue Rekordniveaus ansteuern kann. Ein Rückfall unter den Unterstützungsbereich von 25.880 Punkten würde hingegen die Bullen unter Druck setzen und eine Korrekturbewegung einleiten können.
Dollar-Entwicklung im Fokus der Investoren
Der US-Dollar fand leichte Unterstützung, nachdem Finanzminister Scott Bessent eine Intervention am Devisenmarkt ausschloss. Die Federal Reserve wurde zudem als restriktiver als erwartet eingestuft, da sie Zinssenkungen pausierte. Investoren warten nun gespannt auf die Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, um weitere Hinweise auf die Dollar-Entwicklung zu erhalten.
Die anhaltende Dollar-Schwäche stützt weiterhin die Edelmetallpreise: Silber durchbrach erstmals die Marke von 120 US-Dollar, Gold erreichte 5.600 US-Dollar, und Kupfer legte um sechs Prozent zu. Auch der Energiesektor profitierte von steigenden Ölpreisen – WTI-Rohöl kletterte auf 65 US-Dollar, Brent näherte sich der 70-Dollar-Marke pro Barrel. Bergbau- und Energietitel gehörten zu den Gewinnern in Europa.
