Nahost-Krise beeinflusst DAX und Rohstoffpreise
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Die unsichere Kriegslage im Nahen Osten hat den deutschen Aktienmarkt diese Woche stark beeinflusst. Der DAX verzeichnete am Mittwoch einen Rückgang von rund einem Prozent, wobei er mit 15.081 Zählern auf ein neues Wochentief gefallen ist. Dies markiert einen deutlichen Umbruch im Vergleich zu den beiden vorherigen Handelstagen, an denen der DAX noch eine positive Entwicklung zeigte.
Trotz der positiven Nachrichten über das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum Chinas von 4,9 Prozent, welches die Erwartungen übertraf, konnte der DAX nicht profitieren. Bedenken bezüglich des Immobilienmarktes in China trübten die generellen Aussichten. Historische Analysen zeigen, dass Aktienmärkte oft auf geopolitische Spannungen reagieren. Zum Beispiel endete die Talfahrt des DAX im Zweiten Golfkrieg 1991, nur um anschließend innerhalb von fünf Monaten um 20 Prozent zu steigen.
Ein weiterer bedeutender Faktor, der die Finanzmärkte beeinflusst, ist die Eskalation im Gaza-Konflikt. Diese hat die Preise für Rohstoffe wie Öl und Gold erheblich in die Höhe getrieben. Am Mittwoch erreichte ein Barrel der Nordseesorte Brent einen Preis von 92,55 US-Dollar, was einem Anstieg von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Analysten betonen den Einfluss des Konflikts auf den Ölpreis, insbesondere vor dem Hintergrund eines möglichen Gipfeltreffens zwischen Präsident Biden und arabischen Führern. Die Besorgnis über eine mögliche Bodenoffensive durch Israel hat die Preise weiter in die Höhe getrieben, wobei Marktbeobachter sogar über Preise von 100 US-Dollar pro Barrel spekulieren.
Parallel dazu hat der Goldpreis ein vierwöchiges Hoch erreicht. Die zunehmende Nachfrage nach Gold wird durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten weiter verstärkt, insbesondere nach einer tödlichen Explosion im Gazastreifen. Seit Beginn der Feindseligkeiten zwischen der Hamas und Israel ist der Goldpreis um sechs Prozent gestiegen und erreichte am Mittwochnachmittag einen Wert von 1962 US-Dollar pro Feinunze, einen Wert, der zuletzt im August erreicht wurde.
Auffallend ist, dass der Goldpreis trotz der positiven US-Einzelhandelsumsätze und einer Steigerung der Industrieproduktion stieg. Dies deutet darauf hin, dass geopolitische Spannungen weiterhin einen starken Einfluss auf die Finanzmärkte haben und dass in Zeiten der Unsicherheit sichere Anlagen wie Gold bevorzugt werden. Das Bankunternehmen ANZ prognostiziert, dass diese Tendenz bei weiteren Eskalationen bestehen bleibt, insbesondere angesichts der starken Nachfrage nach physischem Gold in Ländern wie Indien und China.
