Myriad Uranium schließt Übernahme von Los Altares in Argentinien ab
Myriad Uranium besitzt das Uranprojekt Los Altares nun vollständig und hat die Bar-und-Aktien-Transaktion mit Green Shift Commodities abgeschlossen.

Myriad Uranium (CSE: M) hat die vollständige Übernahme des argentinischen Uranprojekts Los Altares abgeschlossen. Das Unternehmen gab den Abschluss der Transaktion am Montag, dem 2. November, bekannt – und damit früher als der angestrebte Zeitplan, der Mitte November vorsah.
Mit dem Vollzug besitzt Myriad Uranium nun 100 Prozent des Projekts. Die im vergangenen Monat angekündigte Bar-und-Aktien-Transaktion mit Green Shift Commodities ist damit abgeschlossen. Der Kauf sichert dem Unternehmen ein 55.000 Hektar großes Grundstücksportfolio im Cerro-Solo-Urandistrikt in der Provinz Chubut.
Myriad erwarb alle ausgegebenen Anteile von Buenavida Metales S.A., der argentinischen Gesellschaft, die die mineralischen Ansprüche des Projekts hält. Als Gegenleistung zahlte das Unternehmen Green Shift US$300.000 in bar und stellte 1.571.268 Aktien zu einem fiktiven Preis von $0.4455 pro Stück aus. Daraus ergibt sich eine gesamte Gegenleistung in Höhe von $700.000.
Die Transaktion umfasst eine Royalty und eine Sperrfrist für die Aktien
Die ausgegebenen Aktien unterliegen einer viermonatigen Sperrfrist. Zusätzlich gewährt Myriad Uranium dem Verkäufer Green Shift eine 2-prozentige Net Smelter Return Royalty auf Los Altares. Von dieser Royalty kann Myriad die Hälfte für US$1 million zurückkaufen. Solche Rückkaufrechte sind im Rohstoffsektor verbreitet, weil sie dem Käufer die Möglichkeit geben, die laufende Belastung später zu reduzieren.
Das Projekt liegt streichend zum Cerro Solo und nahe der historischen Mine Los Adobes
Das Projekt liegt streichend zum Cerro Solo, das CEO Thomas Lamb als eine der größten Uranlagerstätten Argentiniens beschrieb. Zudem befindet es sich in der Nähe der historischen Mine Los Adobes. Die 23 Grundstücke erstrecken sich über zwei Distrikte und flankieren die Lagerstätte Cerro Solo der Nationalen Kommission für Atomenergie (Comisión Nacional de Energía Atómica, CNEA) im Osten und Westen.
Zum Zeitpunkt der Ankündigung der Transaktion im Oktober umfasste das Portfolio vier erteilte Bergbaulizenzen mit genehmigten Umweltverträglichkeitsprüfungen (EIA). Sieben weitere Grundstücke mit genehmigten EIA-Verfahren trieben die Eintragung der Eigentumsrechte voran. Diese Genehmigungslage ist für ein Explorationsprojekt in Argentinien ein wichtiger Faktor, weil sie den Zugang zu den Flächen absichert.
CEO Lamb begründet die Akquisition mit der Explorationsstrategie des Unternehmens
„Der Abschluss der Akquisition eines 100-prozentigen Anteils an Los Altares setzt die Strategie von Myriad fort, Projekte mit bedeutenden historischen Arbeiten in bekannten Urandistrikten sowie mit niedrigen Vorab- und laufenden Kosten und starker Hebelwirkung zum Uranpreis zu erwerben", sagte CEO Thomas Lamb.
Lamb erklärte weiter, dass die Tiefe des prospektiven Sandsteinhorizonts Myriad eine starke Explorationsgrundlage bietet, um das Potenzial für In-Situ-Extraktion zu testen. Die Transaktion ermögliche dem Unternehmen zudem einen strategischen Einstieg in den argentinischen Markt. Damit ordnet der CEO das Projekt ausdrücklich in die bestehende Portfolio- und Kostenstrategie des Unternehmens ein.
Los Altares ergänzt das Portfolio in Wyoming und Arizona
Los Altares kommt zu Myriads 100-prozentigem Copper-Mountain-Uranprojekt in Wyoming hinzu, das das Unternehmen im August durch den Erwerb von Rush Rare Metals konsolidierte. Hinzu kommt das Breccia-Pipe-Projekt in Arizona. Das Unternehmen hält zudem ein 10-prozentiges freies Mitnahmerecht (free carried interest) am Red-Basin-Uranprojekt, das Subatomic Industries, unterstützt von 8VC und Overmatch, im Mai kürzlich erworben hat.
Bereits am 13.10.2026 berichtete aktien.news über die Aktienkaufvereinbarung
Bereits am 13.10.2026 berichtete aktien.news, dass die kanadischen Bergbauunternehmen Green Shift Commodities und Myriad Uranium Corporation eine verbindliche Aktienkaufvereinbarung geschlossen haben. Danach erwirbt Myriad Uranium alle ausgegebenen und im Umlauf befindlichen Anteile der Buenavida Metales, der hundertprozentigen argentinischen Tochtergesellschaft von Green Shift Commodities, die das Uranprojekt Los Altares hält. Green Shift bleibt dem Vorhaben weiterhin verbunden.
Am 02.07.2026 berichtete aktien.news, dass Myriad Uranium den Start der Phase-II-Bohrungen auf seinem Uranprojekt Copper Mountain im US-Bundesstaat Wyoming bekanntgegeben hat. Die ersten vier Bohrlöcher des Programms zielten auf das Gebiet Lucky Cliff, das bereits Ende der 1970er Jahre vom Unternehmen Union Pacific bebohrt, jedoch nie mit modernen Verfahren weiterverfolgt wurde.
Am 26.10.2026 berichtete aktien.news über die anhaltende Volatilität der Uran-Spotpreise. Diese rückt erneut Projekte in den Fokus, die während lang anhaltender Niedrigpreisphasen auf Eis gelegt oder in die sogenannte „Care and Maintenance"-Phase überführt wurden. Für Junior-Miner mit stillgelegten Uranressourcen führt diese veränderte Preisdynamik zu neuen Machbarkeitsstudien und Gesprächen mit potenziellen Finanziers.
Für deutsche Anleger ist die Transaktion vor allem ein Strategiebaustein
Myriad Uranium ist an der kanadischen CSE unter dem Kürzel M gelistet. Deutsche Privatanleger können die Aktie je nach Broker über kanadische oder US-Handelsplätze erwerben. Die Transaktion ist Teil einer Strategie, die auf Projekte mit historischen Vorarbeiten, niedrigen Vorab- und laufenden Kosten und einer Hebelwirkung zum Uranpreis setzt.
Die Gegenleistung besteht aus einer Barzahlung und neuen Aktien, was für den Verkäufer Green Shift eine Beteiligung an der weiteren Entwicklung bedeutet. Die 2-prozentige Royalty gibt Green Shift zusätzlich einen Anteil an künftigen Erlösen, während Myriad sich ein Rückkaufrecht sichert. Solche Strukturen sind im Rohstoffsektor üblich, um Risiko und Chancen zwischen Verkäufer und Käufer zu verteilen. Anleger sollten beachten, dass es sich um ein Explorationsunternehmen handelt, dessen Wert maßgeblich von Bohrergebnissen und der Uranpreisentwicklung abhängt.
Das Unternehmen treibt die Eintragung der Eigentumsrechte voran
Nach Angaben aus der Ankündigung im Oktober trieben sieben weitere Grundstücke mit genehmigten EIA-Verfahren die Eintragung der Eigentumsrechte voran. Lamb erklärte, die Tiefe des prospektiven Sandsteinhorizonts biete eine starke Explorationsgrundlage, um das Potenzial für In-Situ-Extraktion zu testen. Konkrete Termine für weitere Explorationsschritte nennt der Quelltext nicht.
Diese Fachbegriffe helfen beim Verständnis der Transaktion
- Net Smelter Return Royalty: eine laufende Beteiligung an den Nettoerlösen aus dem Verkauf geförderten Rohmaterials.
- In-Situ-Extraktion: ein Verfahren, bei dem Uran direkt im Gestein gelöst und ohne klassischen Tagebau gewonnen wird.
- Free carried interest: eine Beteiligung, bei der der Halter keine eigenen Kosten für die Exploration tragen muss.
