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Munich Re erzielt starken Gewinnsprung

Rückversicherer profitiert von niedrigen Schäden und stabiler Ertragslage

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Munich Re erzielt starken Gewinnsprung

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im dritten Quartal 2025 einen deutlichen Gewinnsprung erzielt. Von Juli bis September verdoppelte sich der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp zwei Milliarden Euro, nachdem 2024 noch rund 910 Millionen Euro verbucht worden waren. Trotz dieser starken Entwicklung bleibt die Jahresprognose unverändert. Finanzvorstand und designierter Vorstandschef Christoph Jurecka erklärte, das Unternehmen liege „voll auf Kurs“, das Gewinnziel von sechs Milliarden Euro für 2025 zu erreichen.

Analysten hatten bereits mit einem Jahresergebnis von bis zu 6,3 Milliarden Euro gerechnet. Nach neun Monaten summiert sich der Nettogewinn auf 5,18 Milliarden Euro, nach 4,62 Milliarden Euro im Vorjahr. Dennoch reagierten Anleger zurückhaltend: Die Aktie der Münchener Rück gab vorbörslich um 1,2 Prozent nach. Dagegen hatte der Konkurrent Hannover Rück am Vortag seine Prognose nach oben angepasst.

Ausschlaggebend für das starke Ergebnis war vor allem die außergewöhnlich geringe Schadenlast. Die Belastung durch Naturkatastrophen und andere Großschäden belief sich im Sommerquartal lediglich auf 118 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 1,34 Milliarden Euro. Belastend wirkten dagegen schwächere Ergebnisse in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung sowie Währungsverluste. Laut Jurecka bewegten sich diese Einflüsse jedoch im Rahmen der üblichen Schwankungen.

Die Erstversicherungstochter Ergo konnte ihren Gewinn auf 304 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Vor allem das internationale Geschäft entwickelte sich stark, während in Deutschland die Senkung der Körperschaftsteuer einen negativen Effekt hatte. Jurecka betonte, die Ergebnisse zeigten, dass die Diversifizierungsstrategie des Konzerns greife.

Für das Gesamtjahr rechnet Munich Re nun mit einem Rückversicherungsumsatz von 39 Milliarden Euro, zuvor waren 40 Milliarden erwartet worden. Gründe seien der schwächere US-Dollar und nachlassende Preise in den jüngsten Erneuerungsrunden mit Erstversicherern. Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung soll mit 74 Prozent unter der bisherigen Planung von 79 Prozent liegen. Nach drei Quartalen beträgt sie 69,8 Prozent. In der neuen Spezialversicherungssparte wird mit einer Quote von 87 Prozent gerechnet, ebenfalls besser als zuvor erwartet. Damit bestätigt sich die starke operative Leistung des DAX-Konzerns, auch wenn die Prognose trotz der guten Ergebnisse stabil bleibt.

Munich ReVersicherungGewinne

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