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MPI übertrifft Erwartungen: Bruttomarge im Q1 schlägt Goldman Sachs

MPI meldet vorläufige Q1-Ergebnisse mit einer Bruttomarge von 59,4% – weit über den Schätzungen von Goldman Sachs und dem Marktkonsens.

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MPI übertrifft Erwartungen: Bruttomarge im Q1 schlägt Goldman Sachs

MPI hat am Mittwoch vorläufige Ergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht und dabei die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Die Bruttomarge des Unternehmens erreichte 59,4% und lag damit klar über der Goldman-Sachs-Schätzung von 54,3% sowie dem Konsenserwartungswert von 56,0%. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einem Anstieg von 5,7 Prozentpunkten.

Als Haupttreiber dieser starken Entwicklung gilt das VPC-Geschäft des Unternehmens, das auch MEMS-Produkte umfasst. Goldman Sachs schätzt, dass MEMS-Probekarten im ersten Quartal mehr als die Hälfte des VPC-Umsatzes ausmachten. Besonders relevant: MEMS-Probekarten weisen deutlich höhere Bruttomargen auf als herkömmliche VPC-Lösungen, was die Gesamtmarge spürbar nach oben zog.

Auch beim Gewinn je Aktie konnte MPI überzeugen. Der Gewinn pro Aktie belief sich im ersten Quartal auf NT$12,5 und übertraf die Erwartungen – begünstigt durch höhere nicht-operative Erträge.

Analystenkonferenz und Ausblick

Am Freitag wird MPI eine Analystenkonferenz abhalten. Goldman Sachs erwartet, dass dabei unter anderem Aktualisierungen zum Kapazitätsausbau im MEMS-Bereich im Mittelpunkt stehen werden. Für Anleger dürfte vor allem der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2026 und die erste Jahreshälfte 2027 von Interesse sein: Mehrere MEMS-Projekte sollen in diesem Zeitraum in die Massenproduktion gehen und könnten ein potenzielles Aufwärtspotenzial bis ins vierte Quartal stützen.

Darüber hinaus wird erwartet, dass MPI auf der Konferenz Chancen bei serverbezogenen Anwendungen jenseits von AI-ASICs thematisiert. Diese könnten von der steigenden Nachfrage nach Inferenz-Anwendungen profitieren – einem Wachstumsfeld, das im Zuge des KI-Booms zunehmend an Bedeutung gewinnt.

EIC/PIC-Tests und CPO-Anwendungen im Fokus

Ein weiteres Thema der Analystenkonferenz dürfte MPIs Vorstoß in den Bereich EIC/PIC-Tests sowie Tests auf Die-Ebene für CPO-Anwendungen sein. Für das Treffen werden Aktualisierungen zum aktuellen Qualifizierungsstatus in diesen Bereichen erwartet. Diese Technologiefelder gelten als zukunftsträchtig im Kontext moderner Halbleiter- und Datenkommunikationsarchitekturen.

Goldman Sachs behält angesichts der starken Quartalszahlen und des positiven Ausblicks die Einstufung der MPI-Aktie auf „Buy" bei. Die überraschend hohe Bruttomarge und der über den Erwartungen liegende Gewinn je Aktie unterstreichen die operative Stärke des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr.

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