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Morgan Stanley Umfrage: Alibaba ist Chinas größter KI-Gewinner

Eine neue Morgan-Stanley-CIO-Umfrage kürt Alibaba zum Top-KI-Gewinner in China – während IT-Budgets auf Rekordtief fallen.

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Morgan Stanley Umfrage: Alibaba ist Chinas größter KI-Gewinner

Alibaba hat sich laut einer aktuellen Umfrage von Morgan Stanley als klarer Spitzenreiter im chinesischen KI-Markt etabliert. Die „AlphaWise 1H26 China CIO Survey" der Bank, die im März und April unter 60 Chief Information Officers (CIOs) durchgeführt wurde, zeigt: Alibabas Qwen-Modell festigt seinen Vorsprung über nahezu alle KI-Technologie-Stacks hinweg – darunter Cloud, Modelle und Anwendungen.

Der Anteil der CIOs, die Alibaba zur Unterstützung bei der KI-Implementierung auswählen, stieg von 32 % in der vorangegangenen Umfrage auf nun 41 %. Zudem erwarten 30 % der Befragten, dass Alibaba in diesem Jahr den größten zusätzlichen Anteil an den KI-Ausgaben gewinnen wird – Platz eins im Ranking. Als klarer Herausforderer positioniert sich Doubao von ByteDance mit 27 %.

„Alibaba ist aufgrund seiner Full-Stack-KI-Fähigkeiten der größte Gewinner", schrieben die Analysten von Morgan Stanley unter der Leitung von Yang Liu in einer Mitteilung. Full-Stack bedeutet dabei, dass Alibaba die gesamte KI-Wertschöpfungskette abdeckt – von der Cloud-Infrastruktur über Basismodelle bis hin zu fertigen Anwendungen.

DeepSeek verliert an Schwung

Bemerkenswert ist der deutliche Rückgang von DeepSeek, das zu Jahresbeginn 2025 international für Aufsehen gesorgt hatte. Der Anteil der CIOs, die erwarten, dass DeepSeek den größten Marktanteil gewinnen wird, sank von 33 % in der letzten Umfrage auf nur noch 18 %. Die Morgan-Stanley-Analysten erklären diesen Rückgang mit der starken Performance der Qwen-Modellreihe von Alibaba sowie dem aggressiven Marketing von ByteDance. DeepSeek hingegen agiere „als zurückhaltendes Forschungshaus mit längeren Modell-Iterationszyklen", so die Analysten.

Während Alibaba und ByteDance im KI-Wettbewerb punkten, trübt sich das Gesamtbild für den chinesischen IT-Markt ein. Die befragten CIOs senkten ihre Prognose für das Wachstum der IT-Budgets für 2026 auf lediglich 4,8 % – ein Rekordtief seit Beginn der China-CIO-Umfragen von Morgan Stanley im Jahr 2020. Zum Vergleich: In der vorangegangenen Umfrage lag der Wert noch bei 12,6 %. Als Gründe nennt die Bank geopolitische Spannungen, anhaltende Deflation sowie die sich schnell entwickelnde KI-Technologie, die CIOs zu mehr Zurückhaltung bei den Ausgaben veranlasst.

KI frisst Software-Budgets

Trotz des schwierigen Umfelds bleibt KI die wichtigste Investitionspriorität: 37 % der CIOs identifizierten sie als den Bereich mit den wahrscheinlichsten Ausgabensteigerungen, gegenüber 30 % in der vorangegangenen Umfrage. Der Anteil der IT-Budgets, der für KI aufgewendet wird, soll sich von 6,1 % im Jahr 2025 auf 12,1 % im Jahr 2026 nahezu verdoppeln.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass KI beginnt, traditionelle Softwarebudgets zu kannibalisieren. Der Anteil der KI-Finanzierung, der aus bestehenden Softwarebudgets stammt, stieg von zuvor 10 % auf 22 %. Der Anteil von Software an den gesamten KI-Ausgaben sank von 46–47 % in früheren Umfragen auf 40 %, während der Hardware-Anteil zulegte. Dies stützt die Befürchtung, dass „KI Software frisst" – ein Trend, der auch für internationale Softwareanbieter mit China-Exposure relevant ist.

Bei der Cloud-Infrastruktur wird erwartet, dass sich die Einführung der Public Cloud in den nächsten drei Jahren beschleunigt. Alibaba behauptet dabei seine führende Position, während ByteDance und Huawei an Boden gewinnen. Mehr als die Hälfte der befragten CIOs rechnet zudem damit, dass die Preise für Cloud-Dienste in den nächsten 12 Monaten steigen werden. Der Start der ersten KI-Projekte hat sich laut Umfrage jedoch verzögert: 47 % der CIOs haben das Jahr 2027 als Zieldatum im Blick.

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