Morgan Stanley übertrifft Erwartungen dank Vermögensverwaltung
Morgan Stanley hat im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Gewinn stieg auf 4,40 Milliarden Dollar, getrieben durch starke Erträge in der Vermögensverwaltung.

Morgan Stanley hat am Donnerstag beeindruckende Quartalszahlen vorgelegt, die die Prognosen der Wall Street übertrafen. Der Nettogewinn kletterte im vierten Quartal von 3,71 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 4,40 Milliarden Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 2,68 Dollar entspricht. Die Erlöse stiegen deutlich von 16,22 Milliarden auf 17,89 Milliarden Dollar.
Vermögensverwaltung als Wachstumstreiber
Die Sparte Vermögensverwaltung erwies sich als Hauptwachstumstreiber für die US-Investmentbank. Der Nettoumsatz in diesem Bereich sprang von 7,5 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 8,4 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2024 erzielte die Vermögensverwaltung einen Rekorderlös von 31,8 Milliarden Dollar. Die verwalteten Kundenvermögen im Bereich Vermögens- und Anlageverwaltung kletterten auf beeindruckende 9,3 Billionen Dollar, unterstützt durch Netto-Neuanlagen von über 350 Milliarden Dollar.
Investmentbanking mit starkem Comeback
Auch das Investmentbanking zeigte eine bemerkenswerte Performance. Die Nettoumsätze in diesem Segment schossen um 47 Prozent nach oben und erreichten 2,41 Milliarden Dollar, verglichen mit 1,64 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch höhere Beratungsgebühren getrieben, da die M&A-Aktivitäten weltweit zunahmen.
CEO Pick zeigt sich zufrieden
Ted Pick, CEO und Chairman von Morgan Stanley, zeigte sich hochzufrieden mit der Entwicklung: "Morgan Stanley lieferte 2024 eine herausragende Leistung ab. Unsere Performance spiegelt mehrjährige Investitionen wider, die zu Wachstum und Dynamik im gesamten integrierten Unternehmen beigetragen haben."
Aktienrückkäufe und Marktreaktion
Im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms kaufte das Unternehmen im vierten Quartal eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zurück. Im Gesamtjahr summierte sich das Rückkaufvolumen auf 4,6 Milliarden Dollar. Die Morgan Stanley-Aktie reagierte im vorbörslichen Handel zunächst kaum auf die starken Zahlen. Über die vergangenen zwölf Monate legte das Papier jedoch um 38 Prozent zu.
Bankensektor im Fokus
Die Quartalszahlen von Morgan Stanley reihen sich in eine Serie solider Ergebnisberichte großer US-Banken ein. JPMorgan Chase übertraf ebenfalls die Erwartungen dank starker Handelserträge. Bank of America und Citigroup schlugen die Konsensschätzungen, während Wells Fargo mit schwächeren Umsätzen enttäuschte. Nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Monate zeigen Bankaktien jedoch eine gewisse Konsolidierung.
