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Morgan Stanley kürt Gewinner und Verlierer der KI-Revolution

Analysten bewerten Tech-Aktien nach KI-Tauglichkeit – Microsoft und CrowdStrike vorn, Adobe und Workday unter Druck.

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Morgan Stanley kürt Gewinner und Verlierer der KI-Revolution

Morgan Stanley hat eine umfassende Analyse vorgelegt, welche Softwareunternehmen als Gewinner oder Verlierer aus der KI-Einführung hervorgehen werden. Entscheidend ist laut den Analysten nicht allein der klassische „Burggraben" – also die aktuelle Wettbewerbspositionierung und das Verdrängungsrisiko eines Unternehmens. Mindestens genauso wichtig sei die sogenannte „Reise": die Fähigkeit eines Unternehmens, sich an KI-Prozesse und -Modelle anzupassen, während sich Software kontinuierlich weiterentwickelt.

Als klare Gewinner, die beide Kriterien erfüllen, nennen die Morgan-Stanley-Analysten acht Unternehmen: Microsoft, Palo Alto Networks, CrowdStrike, Shopify, Cloudflare, ServiceNow, Datadog und Snowflake. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die vor größeren Herausforderungen stehen – darunter Adobe und Workday. Für deutsche Anleger, die in US-Technologiewerte investieren, liefert diese Einschätzung eine wichtige Orientierung in einem zunehmend unübersichtlichen Marktumfeld.

Cybersicherheit: Starke Nachfrage, aber überhitzte Bewertungen

Auch im Bereich Cybersicherheit mahnen die Morgan-Stanley-Analysten zur Vorsicht. Trotz eines grundsätzlich starken Nachfrageumfelds für Cybersicherheitsdienste seien die Bewertungen vieler Unternehmen den geschäftlichen Realitäten vorausgeeilt. Besonders betroffen seien zyklisch berichtende Unternehmen wie Qualys, Rapid7 und Check Point Software Technologies.

„Da sich die Bewertungen gegenüber den Tiefstständen nach dem ersten Quartal fast verdoppelt haben und bei den zyklischen Werten kaum mit wesentlichen Wendepunkten zu rechnen ist, neigen wir im Vorfeld der zyklischen Berichte zu mehr Vorsicht", schreiben die Analysten. Die Nachfrage habe sich demnach nicht so schnell verbessert wie die Kurse – ein klassisches Warnsignal für überbewertete Segmente. Anleger sollten daher selektiv vorgehen und nicht blind auf den Sektor setzen.

Bevorzugt werden von Morgan Stanley Cybersicherheitswerte, die von einer KI-getriebenen Konsolidierung profitieren können. Konkret nennen die Analysten CrowdStrike und Palo Alto Networks – wobei Palo Alto Networks zum neuen Top-Favoriten in dieser Kategorie ernannt wird. Beide Unternehmen tauchen damit sowohl in der KI-Gewinner-Liste als auch in der Cybersecurity-Favoritenliste auf, was ihre starke Positionierung unterstreicht.

Rüstung: Northrop Grumman steigt in Patriot-Raketenmotoren ein

Abseits des Tech-Sektors gibt es auch aus der Rüstungsbranche relevante Neuigkeiten. Northrop Grumman hat den Qualifizierungsprozess des US-Verteidigungsministeriums (Pentagon) für die Produktion von Raketenmotoren für die Patriot-Rakete erfolgreich abgeschlossen. Die Patriot-Abfangrakete wird zunehmend knapper, da Ziele in der Ukraine und im Nahen Osten kontinuierlichem Beschuss ausgesetzt sind.

Die USA haben Lockheed Martin – den Hersteller der PAC-3-MSE-Variante der Patriot – damit beauftragt, die Jahresproduktion bis 2030 auf bis zu 2.000 Raketen mehr als zu verdreifachen. Bisher bezog Lockheed die Raketenmotoren vom Hersteller L3Harris. Northrop Grumman tritt nun als brandneuer Lieferant in diesen Markt ein.

„Wir verfügen über Produktionskapazitäten und beginnen bereits vor dem endgültigen Vertrag mit dem Bau", sagte Northrop-CEO Kathy Warden während einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. „Da wir ein brandneuer Lieferant sind, werden wir in kleinerem Maßstab beginnen, der dann wachsen wird." Für Anleger im Rüstungssektor signalisiert der Einstieg Northrops eine weitere Diversifizierung der Lieferkette für ein strategisch bedeutsames Waffensystem.

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