Morgan Stanley favorisiert für SpaceX-Börsengang
Enge Musk-Verbindungen und Milliardenpläne prägen laufenden Auswahlprozess

Morgan Stanley gilt als aussichtsreicher Kandidat für eine führende Rolle beim geplanten Börsengang von SpaceX. Hintergrund sind die langjährigen Geschäftsbeziehungen zwischen der US-Investmentbank und dem SpaceX-Gründer Elon Musk. Mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen erklärten, dass Morgan Stanley aufgrund dieser Nähe derzeit als Favorit wahrgenommen werde, auch wenn der Auswahlprozess für die beteiligten Banken noch nicht abgeschlossen sei.
Derzeit läuft ein formelles Auswahlverfahren, an dem neben Morgan Stanley auch Goldman Sachs und JPMorgan beteiligt sind. Eine endgültige Entscheidung über die Vergabe der zentralen Position als federführender Konsortialführer ist noch nicht gefallen. Die Gespräche gelten als vertraulich und befinden sich weiterhin in einem frühen Stadium. Ob Morgan Stanley am Ende tatsächlich den Zuschlag erhält, bleibt offen.
Die Beziehung zwischen Musk und Morgan Stanley reicht mehr als 15 Jahre zurück. Die Bank begleitete unter anderem den Börsengang von Tesla im Jahr 2010 und spielte später eine zentrale Rolle bei der Finanzierung von Musks Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter im Jahr 2022, der inzwischen unter dem Namen X firmiert. Auch personell bestehen enge Verbindungen, da frühere Berater der Bank Schlüsselpositionen in Musks Unternehmensumfeld übernommen haben.
SpaceX zählt zu den wertvollsten privaten Unternehmen weltweit, weshalb ein Börsengang als besonders komplex gilt. Insider gehen davon aus, dass eine Entscheidung über die führenden Banken noch vor Jahresende fallen könnte, während das vollständige Emissionskonsortium erst später festgelegt würde. Gleichzeitig wird betont, dass die Pläne stark von den allgemeinen Marktbedingungen abhängen und ein Börsengang auch verschoben oder vollständig aufgegeben werden könnte.
In einer internen Mitteilung informierte SpaceX-Finanzchef Bret Johnsen die Belegschaft darüber, dass das Unternehmen Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang im Jahr 2026 treffe. Zeitpunkt, Bewertung und Umsetzung seien jedoch unsicher. Ziel eines solchen Schrittes wäre es, erhebliche Mittel für zukünftige Projekte einzuwerben.
Nach früheren Berichten könnte SpaceX dabei mehr als 25 Milliarden US-Dollar aufnehmen, was den Börsengang zu einem der größten weltweit machen würde. Das Kapital soll unter anderem in die Weiterentwicklung der Starship-Rakete, den Ausbau des Starlink-Satellitennetzwerks sowie in KI-bezogene Infrastrukturprojekte fließen. Zudem sind langfristige Vorhaben wie eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond Teil der strategischen Planung.
