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Morgan Stanley: Diese vier chinesischen KI-Netzwerk-Aktien sind Top-Picks

Morgan Stanley identifiziert vier chinesische Halbleiterunternehmen, die von der wachsenden KI-Infrastrukturnachfrage und Technologielokalisierung profitieren könnten.

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Morgan Stanley: Diese vier chinesischen KI-Netzwerk-Aktien sind Top-Picks

Morgan Stanley hat eine detaillierte Analyse des chinesischen Sektors für KI-Netzwerkinfrastruktur vorgelegt und dabei vier Unternehmen hervorgehoben, die besonders von der steigenden Nachfrage nach Rechenzentren profitieren könnten. Im Fokus stehen Halbleiterunternehmen, die den Ausbau der KI-Infrastruktur in China aktiv unterstützen. Hintergrund ist der globale Boom bei künstlicher Intelligenz, der auch in China zu massiven Investitionen in Rechenkapazitäten führt.

Ein zentrales Thema der Analyse ist die sogenannte Technologielokalisierung: China versucht zunehmend, seine Abhängigkeit von westlichen Halbleiterherstellern zu reduzieren und eigene Alternativen zu entwickeln. Dieser Trend eröffnet heimischen Unternehmen erhebliche Wachstumschancen – birgt aber auch spezifische Risiken, die Morgan Stanley in seiner Bewertung berücksichtigt.

Montage Technology: Profiteur dichterer PCIe-Verbindungen

Den Anfang macht Montage Technology Co. Ltd. (6809.HK, 688008.SS). Morgan Stanley sieht das Unternehmen als Nutznießer eines wachsenden Anteils an PCIe-Interconnect-Komponenten in größeren, verteilten Supernodes. Da moderne KI-Systeme zunehmend über mehrere Racks hinweg skalieren, steigt der Bedarf an dichteren und längeren PCIe-Verbindungen zwischen CPUs, xPUs, Switches, NICs und Peripheriegeräten. Dies stützt die Nachfrage nach PCIe-Retimern und PCIe-Switch-Chips – Kernprodukten von Montage.

Als Aufwärtsrisiken nennt Morgan Stanley einen schneller als erwarteten Rückzug von US-Wettbewerbern sowie eine beschleunigte Migration zu neuen Spezifikationen. Auf der Abwärtsseite drohen eine schwächere Cloud-Nachfrage und Verzögerungen bei neuen Produkteinführungen.

Hygon Information Technology: Starkes Wachstumspotenzial

Für Hygon Information Technology Co. Ltd. (688041.SS) legt Morgan Stanley folgende Bewertungsparameter zugrunde: Eigenkapitalkosten von 8,0 Prozent, eine Ausschüttungsquote von 50 Prozent, eine mittelfristige Wachstumsrate von 25,0 Prozent sowie eine Endwachstumsrate von 5,0 Prozent. Diese Annahmen stehen laut der Bank im Einklang mit anderen beobachteten chinesischen KI-Chip-Unternehmen.

Zu den Chancen zählt Morgan Stanley die Möglichkeit, dass sich Hygon weiter von lokalen CPU- und GPU-Wettbewerbern abhebt und signifikante Marktanteile gewinnt. Auch eine stärkere KI-Nachfrage in China und ein schnelleres Hochfahren der Kapazitäten bei führenden Fertigungsknoten werden als positive Faktoren genannt. Risiken bestehen hingegen in intensiverem Preiswettbewerb unter lokalen GPU-Anbietern sowie einer langsameren Verbesserung der sogenannten Yield – also der Fertigungsausbeute – bei lokalen Foundries.

Cambricon und Iluvatar CoreX: Zwei weitere Kandidaten

Cambricon Technology Corporation (688256.SS) bewertet Morgan Stanley mit Eigenkapitalkosten von 8,4 Prozent, einer langfristigen Ausschüttungsquote von 40 Prozent, einer mittelfristigen Wachstumsrate von 16 Prozent und einer Endwachstumsrate von 6,0 Prozent. Aufwärtsrisiken sind eine über den Erwartungen liegende KI-Nachfrage, steigende Aufträge von Cloud-Service-Providern (CSPs) sowie eine beschleunigte Lokalisierung. Abwärtsrisiken umfassen Kapazitäts- und Yield-Beschränkungen, Klumpenrisiken bei einzelnen Kunden sowie eine langsamere Technologieiteration.

Iluvatar CoreX Semiconductor Co. Ltd. (9903.HK) rundet die Liste ab. Morgan Stanley legt hier Eigenkapitalkosten von 8,3 Prozent, eine langfristige Ausschüttungsquote von 34 Prozent, eine mittelfristige Wachstumsrate von 16 Prozent und eine ewige Endwachstumsrate von 6 Prozent zugrunde. Als Chancen sieht die Bank stärker als erwartete CSP-Aufträge sowie einen schnelleren Ersatz des Nvidia-Ökosystems CUDA durch die eigene Software von Iluvatar. Risiken bestehen in einem schwächeren Auftragshochlauf und einer möglichen Eskalation von Sanktionen – ein Faktor, der für chinesische Halbleiterunternehmen generell relevant bleibt.

Die Analyse von Morgan Stanley verdeutlicht, dass der chinesische KI-Halbleitermarkt trotz geopolitischer Unsicherheiten erhebliches Wachstumspotenzial bietet. Für deutsche Anleger, die in diesem Segment investieren möchten, sind die genannten Chancen und Risiken eine wichtige Orientierungshilfe.

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