Moderna, Ross Stores und Latham Group glänzen vorbörslich
US-Aktienfutures erholen sich am Mittwoch – mehrere Einzelwerte stechen mit starken Kursgewinnen hervor.

Die US-Aktienmärkte zeigen sich am Mittwoch vorbörslich freundlicher. Auftrieb lieferten Berichte, wonach der Iran ein Ende des Konflikts im Nahen Osten anstreben könnte. Mehrere Einzelwerte verzeichnen dabei besonders deutliche Bewegungen.
Moderna (MRNA) springt um satte 10 Prozent nach oben. Der Biotechkonzern einigte sich auf eine Zahlung von 950 Millionen US-Dollar an Genevant – eine Tochter von Roivant Sciences – sowie an Arbutus, um einen Patentstreit über die Lipid-Nanopartikel-Technologie hinter seinem Covid-Impfstoff beizulegen. Die Summe fiel geringer aus als vom Markt befürchtet, was Anleger erleichtert reagieren lässt.
Latham Group (SWIM), Hersteller von Swimmingpools, schießt sogar um 21 Prozent in die Höhe. Der Pool-Designer übertraf mit seiner Jahresumsatzprognose die Erwartungen der Analysten und kündigte gleichzeitig die Übernahme von Freedom Pools für rund 17 Millionen US-Dollar an. Freedom Pools ist ein Hersteller und Installateur von Glasfaserpools.
Starke Quartalszahlen treiben weitere Gewinner
Ross Stores (ROST) klettert um 6,3 Prozent. Der US-amerikanische Off-Price-Einzelhändler – vergleichbar mit einem Discounter für Markenware – gab eine Jahresumsatzprognose über den Erwartungen aus. Das Unternehmen setzt darauf, dass die Nachfrage nach preisreduzierter Kleidung trotz makroökonomischer Unsicherheiten stabil bleibt.
Novo Nordisk (NVO) legt um 3,1 Prozent zu. Hintergrund sind FDA-Warnschreiben an 30 Telemedizin-Unternehmen wegen irreführender Angaben zu zusammengesetzten Versionen von Abnehmmedikamenten mit dem Wirkstoff Semaglutid. Die Maßnahme der US-Arzneimittelbehörde stärkt die Marktposition des dänischen Pharmariesen.
Dycom Industries (DY) steigt um 2,9 Prozent, nachdem der Telekommunikationsdienstleister besser als erwartete Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegte. Sowohl Gewinn als auch Umsatz übertrafen die Wall-Street-Schätzungen deutlich.
CrowdStrike und Nvidia profitieren von KI-Fantasie
CrowdStrike (CRWD) gewinnt 0,4 Prozent. Das Cybersicherheitsunternehmen hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 über die Erwartungen an und setzt auf anhaltend starke Nachfrage nach KI-gestützten Sicherheitslösungen. Nvidia (NVDA) legt 0,7 Prozent zu, nachdem Milliardär-Investor Leo KoGuan eine große Beteiligung am Chiphersteller erworben und damit sein Vertrauen in die langfristigen KI-Perspektiven bekräftigt hat.
Einziger prominenter Verlierer ist Abercrombie & Fitch (ANF) mit einem Minus von 3,3 Prozent. Trotz einer Jahresgewinnprognose über den Erwartungen belastet der anhaltende Druck auf diskretionäre Konsumausgaben – also nicht lebensnotwendige Ausgaben – in den USA die Stimmung der Anleger.
