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Mit Stickern und Malbüchern Studienkredite fürs Jurastudium getilgt

Eine 28-Jährige baute nebenbei ein Kunstunternehmen auf und zahlte damit 63.000 Dollar Studienschulden zurück.

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Mit Stickern und Malbüchern Studienkredite fürs Jurastudium getilgt

Elyse Burns schrieb sich 2019 an der renommierten juristischen Fakultät der Duke University ein. Um die Studiengebühren von 63.000 Dollar sowie ihre Lebenshaltungskosten zu finanzieren, nahm sie staatliche Studienkredite auf. Doch noch vor ihrem Abschluss war ihr klar: Eine Karriere als Anwältin würde sie nicht einschlagen.

„Ich habe das Gefühl, jeder weiß, dass man als Anwalt gut verdienen kann, als Künstler hingegen nicht – das ist so das gängige Klischee und die allgemeine Meinung", sagt die heute 28-Jährige. Burns entschied sich trotzdem für den künstlerischen Weg – und das mit beeindruckendem Erfolg.

Vom Etsy-Shop zur sechsstelligen Umsatzmarke

Bereits 2015, also lange vor ihrem Jurastudium, begann Burns damit, handbemalte Leinwände auf der Verkaufsplattform Etsy anzubieten. An ihrem 18. Geburtstag eröffnete sie ein Bankkonto und verknüpfte es mit einem Etsy-Verkäuferkonto. Innerhalb einer Woche verkaufte sie ihre ersten zwei Werke – ein vielversprechender Start.

Bis 2020 hatte sich ihr Unternehmen, Elyse Breanne Design, zu einem ernsthaften Geschäft entwickelt. In jenem Jahr erzielte es einen Umsatz von 360.000 Dollar – eine bemerkenswerte Summe, die zeigt, wie stark die Nachfrage nach ihren Produkten gewachsen war. Das Sortiment umfasst mittlerweile eine breite Palette: Aufkleber, Malbücher, Schreibwaren und Haushaltswaren.

Nach Abschluss ihres Jurastudiums konnte Burns sich vollständig auf ihr Unternehmen konzentrieren. Bis September 2023 hatte sie sämtliche Studienkredite für das Jurastudium zurückgezahlt – ohne jemals das Anwaltsexamen abgelegt zu haben. Für viele Absolventen in den USA ist die Rückzahlung von Studienschulden eine jahrelange finanzielle Belastung; Burns gelang dies durch unternehmerisches Geschick.

TikTok als Wachstumstreiber

Burns bereut den Besuch der juristischen Fakultät trotz des ungewöhnlichen Karrierewegs nicht. Sie betrachtet das Studium als integralen Bestandteil ihres persönlichen und unternehmerischen Werdegangs. „Ich hatte großes Glück, und mein Weg hierher beinhaltete eben auch das Jurastudium", sagt sie.

Besonders die Kombination aus Studium und Unternehmertum erwies sich als wertvolles Alleinstellungsmerkmal in den sozialen Medien. „Dass ich auf TikTok über mein Studium und die gleichzeitige Führung eines Unternehmens berichtet habe, war mit ein Grund dafür, dass mein Geschäft überhaupt erst so erfolgreich wurde", erklärt Burns. Authentische Einblicke in den Alltag zwischen Hörsaal und Unternehmensführung zogen offenbar eine treue Fangemeinde an.

Während ihres Studiums arbeitete Burns im Sommer in der First Amendment Clinic von Duke – also in einem klassischen juristischen Umfeld. Dennoch spürte sie stets den Drang, sich auf ihre Kunst zu konzentrieren. Das Kunstgeschäft blieb zunächst ein Nebenerwerb, entwickelte sich aber zunehmend zur Hauptbeschäftigung.

Burns' Geschichte ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie digitale Plattformen wie Etsy und TikTok es Einzelpersonen ermöglichen, aus kreativen Hobbys tragfähige Unternehmen aufzubauen – und dabei sogar erhebliche Schulden zu tilgen. Für junge Menschen, die zwischen sicherem Karriereweg und unternehmerischem Risiko abwägen, liefert sie eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte.

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