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Milliarden-Ausschüttung für Aareal-Bank-Investoren beschlossen

Operativer Gewinn steigt trotz Immobilienkrise – Wachstumspläne bis 2027

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Milliarden-Ausschüttung für Aareal-Bank-Investoren beschlossen

Die Eigentümer der Aareal Bank erhalten nach dem Verkauf der IT-Tochter Aareon eine milliardenschwere Dividende. Wie das Wiesbadener Immobilienfinanzinstitut mitteilte, werden 1,9 Milliarden Euro an die Investoren ausgeschüttet. Hauptanteilseigner sind die Beteiligungsgesellschaften Advent und Centerbridge mit jeweils 39 Prozent, der kanadische Pensionsfonds CPPIB mit knapp 20 Prozent sowie Goldman Sachs mit einem Anteil von knapp fünf Prozent. Mit dieser Ausschüttung haben die Investoren den Kaufpreis für die gesamte Bank von rund zwei Milliarden Euro bereits wieder refinanziert.

Die IT-Tochter Aareon war im vergangenen Jahr für 3,9 Milliarden Euro an den Finanzinvestor TPG Capital verkauft worden. Dabei verblieb ein Gewinn von etwa zwei Milliarden Euro, der nun weitgehend an die Anteilseigner weitergereicht wird. Die letzte Dividendenzahlung der Aareal Bank lag vier Jahre zurück, bevor das Institut von der Börse genommen wurde. Damals belief sich die Ausschüttung auf 40 Cent je Aktie. Die aktuelle Dividende für das Geschäftsjahr 2024 beträgt hingegen 31,75 Euro je Aktie. Ein Teil des Gewinns wird jedoch einbehalten: 300 Millionen Euro verbleiben im Unternehmen.

Trotz der anhaltenden Krise am Immobilienmarkt hat sich die operative Entwicklung der Aareal Bank zuletzt verbessert. Der bereinigte Nettogewinn des vergangenen Jahres stieg um zwei Drittel auf 212 Millionen Euro. Gleichzeitig ging die Risikovorsorge um 22 Prozent auf 396 Millionen Euro zurück. Insbesondere im vierten Quartal des vergangenen Jahres konnte sie halbiert werden. Der operative Gewinn lag mit 294 Millionen Euro am oberen Ende der zuvor gesteckten Zielspanne und erreichte den höchsten Wert seit dem Jahr 2018.

Für das laufende Jahr plant das Unternehmen eine weitere Steigerung des Betriebsergebnisses. Der Vorstand rechnet mit einem operativen Gewinn zwischen 375 und 425 Millionen Euro. Vorstandschef Christian Ricken verfolgt eine Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre. Der Bestand an Immobilienkrediten soll 2025 auf 34 bis 35 Milliarden Euro ansteigen, nachdem er Ende 2024 bei 33,5 Milliarden Euro lag. Bis zum Jahr 2027 wird eine Erhöhung auf 37 Milliarden Euro angestrebt. Um diese Ziele zu erreichen, ist für 2025 ein Neugeschäft im Volumen von neun bis zehn Milliarden Euro notwendig.

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