Milliarden-Aktienpaket für Tesla-Chef Elon Musk
Neue Vergütung an Bedingungen geknüpft – altes Paket weiterhin juristisch umstritten

Ein potenzieller Geldregen in Milliardenhöhe könnte Tesla-Chef Elon Musk ins Haus stehen – vorausgesetzt, er bleibt dem Elektroautobauer noch zwei Jahre lang als Vorstandsvorsitzender erhalten. Konkret geht es um ein Aktienpaket in Höhe von 96 Millionen Tesla-Aktien, das Musk nach Ablauf dieses Zeitraums zustehen könnte. Grundlage dafür ist eine neue Vergütungsregelung, die Tesla nun vorgestellt hat.
Zum aktuellen Kurs von 302,63 US-Dollar je Aktie hätte das Paket einen Marktwert von rund 29 Milliarden Dollar. Musk könnte die Anteile jedoch zum Vorzugspreis von 23,34 Dollar pro Stück erwerben. Das würde ihm, basierend auf dem heutigen Kurs, einen rechnerischen Gewinn von rund 26,8 Milliarden Dollar einbringen. Derzeit hält Musk etwa 13 Prozent der Tesla-Aktien.
Bereits in der Vergangenheit hatte es ein noch weitreichenderes Vergütungspaket gegeben. 2018 wurde Musk das Recht eingeräumt, über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren Aktien in mehreren Tranchen zu erwerben – vorausgesetzt, Tesla erreichte bestimmte geschäftliche Zielmarken. Diese Ziele wurden deutlich schneller erreicht als erwartet. Doch das Paket geriet ins juristische Kreuzfeuer: Eine Richterin im US-Bundesstaat Delaware erklärte es für ungültig, da Musk zu viel Einfluss auf den Verhandlungsprozess mit dem Verwaltungsrat gehabt habe und dies den Anteilseignern nicht ausreichend offengelegt worden sei.
Gegen das Urteil legte Tesla Berufung ein. Sollte die Berufung erfolgreich sein und das ursprüngliche Paket von rund 300 Millionen Aktien wieder als gültig angesehen werden, wäre die nun vorgestellte neue Zuteilung hinfällig. Der vereinbarte Preis von 23,34 Dollar je Aktie bleibt jedoch derselbe wie 2018.
Trotz der juristischen Auseinandersetzungen zeigte sich der Tesla-Verwaltungsrat Musk gegenüber weiter unterstützend. Im Juni 2024 hatten die Aktionäre auf der Hauptversammlung das ursprüngliche Paket noch einmal bestätigt. Die Richterin hielt jedoch an ihrer Entscheidung fest. Tesla hat in der Folge höhere Hürden für Aktionärsklagen eingeführt. Anfang des Jahres wurde außerdem ein Sonderausschuss des Verwaltungsrats ins Leben gerufen, der sich gezielt mit Musks Vergütung befasst. Dieser Ausschuss äußerte sich nun optimistisch, dass das neue Paket einen wirksamen Anreiz für Musk darstelle, Tesla weiterhin als Vorstandsvorsitzender zu führen.
