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Michael Burry hält Short-Position gegen Palantir trotz Trump-Rückenwind

Starinvestor Burry bleibt pessimistisch: Trotz Trump-Lob und kurzfristigem Kursanstieg hält er Put-Optionen auf Palantir.

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Michael Burry hält Short-Position gegen Palantir trotz Trump-Rückenwind

Michael Burry, der durch den Film „The Big Short" weltbekannte Investor, hält unbeirrt an seiner Wette gegen Palantir Technologies fest. In einem Substack-Beitrag vom Freitag erklärte er, weiterhin langlaufende Put-Optionen auf das KI-Softwareunternehmen zu halten – und das trotz einer öffentlichen Unterstützungserklärung von US-Präsident Donald Trump, die der Aktie kurzfristig Auftrieb verlieh.

Trump hatte Palantir in einem Post auf seiner Plattform Truth Social gelobt, woraufhin die Aktie von ihren Tagestiefs nach oben drehte. Dennoch verzeichnete das Papier auf Wochensicht einen Rückgang von 13,7 Prozent. Seit Jahresbeginn 2026 summieren sich die Verluste damit auf rund 28 Prozent.

Burry gab an, seine Short-Position bereits im Herbst 2025 aufgebaut und seither wiederholt gerollt zu haben. Er bezeichnete die Aktie als „maßlos überbewertet" – insbesondere nachdem sie in der Vergangenheit ein Hoch nahe 200 US-Dollar erreicht hatte. Zwar räumte er die Möglichkeit einer kurzfristigen Erholung ein, behauptete jedoch, der fundamentale Wert des Unternehmens betrage weniger als die Hälfte der aktuellen Bewertung.

Palantir als Profiteur von Rüstung und Regierungsaufträgen

Palantir Technologies gilt in Investorenkreisen als besonderer Fall: Das Unternehmen ist tief in die Strukturen des US-Militärs und der Geheimdienste eingebunden. Einige Marktteilnehmer sehen Palantir daher als potenziellen Profiteur geopolitischer Spannungen, etwa im Kontext eines möglichen Iran-Konflikts. Während der zweiten Amtszeit Trumps hat das Unternehmen neue Regierungsaufträge gewonnen und die Zusammenarbeit mit dem Pentagon ausgebaut.

CEO Alex Karp pflegt trotz früherer Spannungen den regelmäßigen Austausch mit der Regierung. Bereits im vergangenen Jahr hatte Burrys ehemaliger Hedgefonds Scion Asset Management Short-Positionen gegen Palantir und den KI-Chip-Giganten Nvidia offengelegt. Karp reagierte damals scharf auf Burrys Wetten und bezeichnete sie als „super merkwürdig" und „völlig verrückt".

Burry stockt auch Nvidia-Short auf

Neben seiner Palantir-Position gab Burry am Freitag bekannt, dass er seine Short-Wette gegen Nvidia ebenfalls aufgestockt hat. Damit setzt der Investor gleich auf zwei der prominentesten Namen im KI-Sektor – und positioniert sich damit klar gegen den Hype rund um künstliche Intelligenz.

Für deutsche Privatanleger ist die Situation aufschlussreich: Burry, der einst mit seiner Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 Geschichte schrieb, gilt als konträrer Denker mit langem Atem. Seine Einschätzung, dass Palantir fundamental weniger als die Hälfte seiner aktuellen Bewertung wert sei, steht im starken Kontrast zur Begeisterung vieler Wachstumsinvestoren für KI-Aktien. Ob sich Burrys Geduld erneut auszahlt, bleibt abzuwarten – die kommenden Quartalsberichte von Palantir dürften dabei eine entscheidende Rolle spielen.

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