Meta kauft AMD-Chips für 100 Milliarden Dollar und beflügelt Märkte
Ein milliardenschwerer KI-Chip-Deal von Meta Platforms sorgt für Erholung an den US-Aktienmärkten nach dem Montags-Ausverkauf.

Die US-Aktienmärkte haben sich am Dienstag deutlich erholt. Haupttreiber war eine Ankündigung von Meta Platforms: Der Facebook-Konzern investiert mehr als 100 Milliarden US-Dollar in den Kauf von KI-Chips des Halbleiterherstellers AMD. Die Nachricht kam genau zum richtigen Zeitpunkt, um die Folgen eines viralen KI-Berichts abzufedern, der am Montag einen breiten Ausverkauf ausgelöst hatte.
Die AMD-Aktie schoss nach der Bekanntgabe des Deals um mehr als 8 Prozent in die Höhe. Der Nvidia-Konkurrent profitiert damit direkt vom anhaltenden Wettrüsten der großen Tech-Konzerne im Bereich der künstlichen Intelligenz. Für AMD ist der Auftrag ein bedeutender strategischer Erfolg im Wettbewerb mit dem Branchenführer Nvidia.
Erholung nach dem Montags-Schock
Aktien, die am Vortag besonders stark unter Druck geraten waren, konnten am Dienstag einen Teil ihrer Verluste aufholen. Dazu zählten unter anderem IBM und Oracle, die beide von der wiedergewonnenen Risikobereitschaft der Investoren profitierten. Der technologielastige Nasdaq Composite stieg um rund ein Prozent, während S&P 500 und Dow Jones etwas hinter dieser Entwicklung zurückblieben.
An den Devisenmärkten legte der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen zu. Bitcoin begrenzte seine jüngsten Verluste und wurde nahe der Marke von 64.000 US-Dollar gehandelt. Gold-Futures gaben nach, da Anleger Kapital aus dem sicheren Hafen zurück in Aktien umschichteten – ein klassisches Zeichen für wachsende Risikobereitschaft.
Der Deal unterstreicht den ungebrochenen Investitionshunger der großen US-Technologiekonzerne im KI-Bereich. Für deutsche Anleger mit Positionen in US-Tech-Werten oder Halbleiteraktien bleibt die Entwicklung rund um KI-Infrastruktur damit ein zentrales Thema. Die Frage, welche Chip-Hersteller neben Nvidia langfristig von diesem Boom profitieren, rückt durch den Meta-AMD-Deal stärker in den Fokus.
