Meta investiert Milliarden in KI-Infrastruktur mit neuer Compute-Initiative
Meta-Chef Mark Zuckerberg kündigt massive Investitionen in KI-Rechenzentren an. Das Unternehmen plant den Aufbau von Hunderten Gigawatt Rechenkapazität und setzt auf Atomstrom.

Meta Platforms hat eine neue strategische Initiative namens 'Meta Compute' ins Leben gerufen, um die Infrastruktur für künstliche Intelligenz massiv auszubauen. CEO Mark Zuckerberg kündigte am Montag an, dass das Unternehmen in diesem Jahrzehnt zig Gigawatt Rechenleistung aufbauen will – langfristig sogar Hunderte von Gigawatt oder mehr.
Führungsduo für KI-Infrastruktur
Die neue Initiative wird gemeinsam von Santosh Janardhan, Metas Leiter der globalen Infrastruktur, und Daniel Gross geleitet. Janardhan bleibt für die technischen Grundlagen und den Rechenzentrumsbetrieb verantwortlich, während Gross eine neue Gruppe für strategische Kapazitätsplanung und Geschäftspartnerschaften aufbaut. Unterstützt werden sie von Dina Powell McCormick, die als Präsidentin und stellvertretende Vorsitzende zu Meta gestoßen ist.
Rekordinvestitionen von 72 Milliarden Dollar
Für das Jahr 2025 hat der Facebook-Mutterkonzern Kapitalausgaben von bis zu 72 Milliarden Dollar eingeplant. Diese enormen Investitionen zielen darauf ab, im KI-Wettrennen des Silicon Valley aufzuholen, nachdem das Llama 4-Modell auf verhaltene Resonanz gestoßen war. Meta setzt dabei auf die Entwicklung von 'persönlicher Superintelligenz', einem theoretischen Meilenstein, bei dem Maschinen menschliche Fähigkeiten übertreffen.
Atomstrom für Rechenzentren
Der massive Ausbau der Rechenkapazität erfordert einen enormen Energiebedarf – vergleichbar mit dem Stromverbrauch von Kleinstädten oder sogar kleinen Ländern. Meta hat bereits 20-jährige Verträge über den Kauf von Strom aus drei Kernkraftwerken von Vistra im Mittleren Westen der USA abgeschlossen. Zusätzlich entwickelt das Unternehmen Projekte mit zwei Partnern, die kleine modulare Reaktoren bauen wollen.
Wachsende Bedenken wegen Ressourcenverbrauch
Die geplanten Investitionen fallen in eine Zeit, in der die Bedenken hinsichtlich der Ausbeutung von Ressourcen wie Wasser und Energie zunehmen. Big-Tech-Unternehmen versuchen derzeit, sich langfristige Stromversorgungen zu sichern, da KI und Rechenzentren den US-Strombedarf zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten deutlich erhöhen. Die massive Expansion wirft Fragen zur Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit der KI-Revolution auf.
