ANZEIGE

Meta-Aktie springt 18% nach Cloud-Ankündigung – wie geht es weiter?

Metas Kurssprung von fast 18% bestätigt Jim Cramers Prognose. Nun stellt sich die Frage nach dem weiteren Potenzial der Aktie.

3 Min
Meta-Aktie springt 18% nach Cloud-Ankündigung – wie geht es weiter?

Meta Platforms hat die von TV-Investor Jim Cramer prognostizierte Rally geliefert. Die Aktie des Facebook- und Instagram-Mutterkonzerns stieg um fast 18% seit ihrem Schlusskurs vom 30. Juni – dem Handelstag unmittelbar vor der Nachricht, dass CEO Mark Zuckerberg den Aufbau eines Cloud-Geschäfts plant. Allein am Freitag legte die Aktie um mehr als 5% zu und überstieg damit die Marke von 667 US-Dollar pro Anteilsschein.

Cramer hatte die Cloud-Idee bereits seit Wochen ins Spiel gebracht und erklärt, dass eine entsprechende Ankündigung die angeschlagene Meta-Aktie um 100 US-Dollar pro Aktie nach oben treiben könnte. Kurz nach der Bestätigung der Cloud-Pläne am 1. Juli kommentierte Cramer: „Bis heute war unser Gefühl: Was zum Teufel macht Meta da eigentlich?" Er zeigte sich erfreut darüber, dass Meta plane, ein „profitables Unternehmen für seine Kunden" aufzubauen.

Zuckerberg verteidigt Cloud-Strategie

In einem Bloomberg-Interview erläuterte Zuckerberg das neue Cloud-Geschäft und wies Spekulationen zurück, der Schritt signalisiere eine Überdimensionierung der KI-Infrastruktur. „Die Angebote, die man für die Nutzung der Rechenleistung erhält, sind so hoch, dass es in einigen Fällen sinnvoll sein kann, diese zu vermieten oder derartige Geschäfte in Betracht zu ziehen, anstatt sie nur intern zu nutzen", so der CEO. Er fügte hinzu: „Ich kenne niemanden in der Branche, der das Gefühl hat, zu viel Rechenkapazität zu haben."

Portfoliodirektor Jeff Marks erklärte während der Morgensitzung am Freitag, dass die Meta-Rally von fast 14,5% in dieser Woche zeige, dass die Wall Street sich endlich der eigenen Einschätzung anschließe. Meta war in dieser Woche die Aktie mit der besten Performance im Portfolio. „Die Vorstellung, dass Meta weitere Formen der Monetarisierung dieses gewaltigen Investitionszyklus aufzeigt, ist der Grund, warum die Aktie jetzt zulegt", erklärte Marks.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Aktie durch die Einführung von Muse Spark 1.1 am Donnerstag. Laut Meta-KI-Chef Alexandr Wang handelt es sich dabei um das „bisher stärkste Modell für Agenten- und Codierungsaufgaben" des Unternehmens. Das neue Modell kann Code schreiben und Fehler beheben, Software und externe Tools nutzen, Text, Bilder sowie Videos verstehen und komplexe Aufgaben mit weniger menschlichem Eingreifen ausführen. Mit Spark positioniert sich Meta als direkter Konkurrent führender KI-Labore wie Anthropic und OpenAI.

Der entscheidende Unterschied zu <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Alphabet

Das Momentum dieser Woche markiert einen Tempowechsel. Zuvor hatten Anleger monatliche KI-Ankündigungen von Meta – von günstigeren Smart-Brillen bis hin zu einer Qualcomm-Chip-Partnerschaft – weitgehend ignoriert, weil keine dieser Meldungen die zentrale Unsicherheit adressierte: Wie will Meta eine Rendite auf seine massiven KI-Ausgaben erzielen?

Meta erwartet für dieses Jahr Investitionsausgaben (Capex) von 135 Milliarden US-Dollar in der Mitte seiner Prognosespanne. Zum Vergleich: Microsoft plant rund 190 Milliarden US-Dollar für Capex in diesem Kalenderjahr. Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass Microsoft bereits über ein etabliertes Cloud-Geschäft verfügt. Ähnliches gilt für Alphabet mit prognostizierten Capex von 180 bis 190 Milliarden US-Dollar für 2026 sowie für Amazon mit einer Prognose von 200 Milliarden US-Dollar. Alphabet gab im vergangenen Monat neue Aktien im Wert von 85 Milliarden US-Dollar aus, um seine Investitionspläne zu refinanzieren. Amazon wiederum nahm Schulden auf, darunter ein Anleiheverkauf in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar in dieser Woche.

Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial

Die Stimmung an der Wall Street ist klar: 91% der Analysten stufen Meta als Kauf ein, lediglich 9% empfehlen „Halten". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei fast 821 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von mehr als 20% gegenüber dem aktuellen Kurs impliziert. Der CNBC Investing Club bewertet Meta mit einem „Buy"-äquivalenten Rating und einem Kursziel von 750 US-Dollar.

Trotz der starken Rally in dieser Woche notiert die Meta-Aktie seit Jahresbeginn nur knapp über der Gewinnschwelle. Bis zum Rekordschlussstand von 790 US-Dollar aus dem August 2025 ist noch ein deutlicher Weg zurückzulegen. Zwischen dem Verkauf von Rechenkapazität und dem Übergang zu einem leistungsfähigeren KI-Modell sollte die Aktie ihr Comeback fortsetzen können – sofern Meta liefert, wie es seine Investitionen über das traditionelle digitale Werbegeschäft hinaus zu monetarisieren gedenkt.

Meta AktieMeta CloudMark ZuckerbergJim CramerMeta KiMuse SparkMeta KurszielMeta Investitionen

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer