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Merck kauft Terns Pharmaceuticals für 6,7 Milliarden Dollar

Der US-Pharmariese stärkt seine Krebs-Pipeline vor dem Keytruda-Patentablauf 2028 mit einer weiteren Milliardenakquisition.

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Merck kauft Terns Pharmaceuticals für 6,7 Milliarden Dollar

Merck übernimmt das Biotech-Unternehmen Terns Pharmaceuticals für 6,7 Milliarden US-Dollar. Das gab der Pharmariese am Mittwoch bekannt. Es handelt sich bereits um die dritte milliardenschwere Übernahme des Konzerns innerhalb eines Jahres.

Merck zahlt 53 US-Dollar je Terns-Aktie in bar – ein Aufschlag von rund 6 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Die Terns-Aktie legte im vorbörslichen Handel am Mittwoch um 5,3 Prozent zu, nachdem sie zuvor nach ersten Medienberichten über eine bevorstehende Einigung zeitweise sogar um bis zu 15 Prozent gestiegen war.

Strategischer Zukauf vor Keytruda-Patentablauf

Der Hintergrund der Übernahme ist klar: Merck will sein Portfolio rechtzeitig ausbauen, bevor das umsatzstärkste Krebsmedikament des Konzerns, Keytruda, im Jahr 2028 seinen Patentschutz verliert. Keytruda ist eines der weltweit meistverkauften Krebsmedikamente und generiert jährlich Milliardenumsätze. Ohne Patentschutz droht erheblicher Wettbewerb durch günstigere Generika.

Terns entwickelt ein experimentelles Medikament gegen eine Form von Leukämie. Analysten stufen dieses Präparat als potenzielles Milliarden-Dollar-Medikament ein, das langfristig mit Scemblix des Schweizer Pharmakonzerns Novartis konkurrieren könnte. Ende vergangenen Jahres zeigte das Mittel in einer frühen klinischen Studie vielversprechende Ergebnisse und beflügelte seitdem den Kurs der Terns-Aktie deutlich.

Die Merck-Aktie reagierte auf die Übernahmeankündigung kaum und blieb weitgehend unverändert. Für Investoren ist die Akquisition damit kein unmittelbarer Kurstreiber – der strategische Wert liegt im mittelfristigen Aufbau der Produktpipeline. Merck setzt damit konsequent auf externes Wachstum, um die absehbare Lücke nach dem Keytruda-Patentablauf zu schließen.

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