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Mercedes-Benz trotzt der Krise

Neue Modelle und Sparprogramm stützen Rendite von acht Prozent

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Mercedes-Benz trotzt der Krise

Die Aktie von Mercedes-Benz hat sich in den vergangenen Wochen trotz schwächerer Zahlen überraschend stabil gezeigt. Zwar musste der Stuttgarter Autobauer im dritten Quartal des laufenden Jahres sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutliche Einbußen hinnehmen, doch die jüngsten Geschäftszahlen geben Anlegern neue Hoffnung. Der Umsatz sank um sieben Prozent, der Nettogewinn um 31 Prozent. Dennoch zeigt der seit Monaten anhaltende Erholungskurs der Aktie, dass Investoren auf die mittelfristige Strategie des Konzerns vertrauen.

Vor allem die hohen Kosten für Restrukturierungen belasten das Ergebnis. Mit rund 1,4 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern waren sie im dritten Quartal außergewöhnlich hoch. Diese Aufwendungen sollen künftig deutlich sinken und bilden die Grundlage für weitere Einsparungen in Milliardenhöhe. Gleichzeitig treibt der Konzern seine Produktoffensive voran. Neue Modelle wie der elektrische CLA und der Geländewagen GLC markieren den Beginn einer Serie von insgesamt 40 geplanten Fahrzeugneuheiten, mit denen Mercedes-Benz seine Marktposition stärken will.

Besonders vorteilhaft wirkt sich die doppelte Ausrichtung der Antriebspalette aus. Neben den elektrischen Modellen setzt das Unternehmen weiterhin auf klassische Verbrennungsmotoren, darunter leistungsstarke V8-Varianten, die bei der zahlungskräftigen Kundschaft gefragt sind. Die steigenden Verkaufszahlen der margenstarken S-Klasse und AMG-Modelle unterstreichen die Wirksamkeit der Luxusstrategie. Probleme in der Lieferkette, etwa beim Bezug von Halbleitern, sollen künftig durch alternative Zulieferer gemindert werden.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern trotz der anhaltenden Schwäche im Automobilsektor mit einem Nettogewinn von rund fünf Milliarden Euro. Nach 3,9 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten wäre damit eine Dividende von etwa 2,50 Euro pro Aktie denkbar. Zusammen mit den laufenden Aktienrückkäufen ergibt sich für Anleger eine geschätzte Rendite von rund acht Prozent – ein bemerkenswertes Ergebnis in einem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld.

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