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Mehr Direktzüge verbinden Deutschland und Polen

Neue Nachtverbindungen bis an die ukrainische Grenze und Pläne für Italien und Großbritannien

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Mehr Direktzüge verbinden Deutschland und Polen

Die Deutsche Bahn will ihre Verbindungen nach Polen deutlich ausbauen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember soll die Zahl der direkten Fahrten von derzeit elf auf 17 steigen. Hintergrund ist die gestiegene Nachfrage im Reiseverkehr zwischen beiden Ländern, auf die das Unternehmen gemeinsam mit der Tochter der Polnischen Staatsbahnen PKP Intercity reagiert. Reisenden stehen dann mehr Möglichkeiten für Hin- und Rückfahrten zur Verfügung, was insbesondere für grenzüberschreitende Strecken eine Verbesserung bedeutet.

Geplant ist unter anderem eine neue Verbindung von Leipzig über Breslau bis nach Krakau, die zweimal täglich in beide Richtungen verkehren soll. Für Reisende aus Süddeutschland bringt dies eine spürbare Verkürzung der Fahrzeit. So soll die Reise von Städten wie München, Nürnberg oder Frankfurt nach Südpolen künftig rund zwei Stunden schneller möglich sein. Auch zwischen Berlin und Warschau wird es eine zusätzliche tägliche Verbindung geben. Damit stehen auf dieser Strecke künftig sieben Zugpaare im Zweistundentakt zur Verfügung.

Darüber hinaus sollen neue Nachtzüge eingeführt werden. Eine Verbindung wird Berlin mit Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze verbinden, eine weitere führt von Berlin nach Chelm über Lodz und Warschau. Dadurch wird erstmals auch eine zweite Grenzstadt zur Ukraine direkt an das Nachtzugnetz angeschlossen. Bestehende Verbindungen sollen ebenfalls erweitert werden: So erhält die Linie von München nach Warschau zusätzliche Wagen, die bis nach Krakau und Przemysl weitergeführt werden.

Auch über den polnischen Verkehr hinaus plant die Deutsche Bahn neue Direktverbindungen ins Ausland. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kündigte an, dass es in den kommenden Jahren erstmals Direktzüge von Deutschland nach Großbritannien geben soll. Grundlage ist der 1994 eröffnete Eurotunnel, durch den bislang nur Verbindungen über Umstiege in Brüssel oder Paris möglich sind. Eine Taskforce soll nun offene Fragen klären, etwa zu Grenz- und Sicherheitskontrollen. Erst nach deren Klärung ist eine Umsetzung möglich.

Schon konkretere Pläne gibt es für Italien. Ab Dezember 2026 soll ein Hochgeschwindigkeitszug ohne Umstieg von München nach Mailand und Rom fahren. Dabei sollen erstmals italienische Frecciarossa-Züge auf deutschem Streckennetz eingesetzt werden. Bereits ab dem kommenden Jahr sind weitere grenzüberschreitende Angebote geplant, mit denen die Bahn ihr internationales Netz Schritt für Schritt ausbauen will.

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