McCormick-Aktie unter Druck: Zölle belasten Jahresprognose
Der US-Gewürzhersteller McCormick senkt seine Gewinnprognose für 2026 deutlich. Grund sind steigende Rohstoffkosten und Zollbelastungen, die auf die Margen drücken.

Die Aktien von McCormick & Company, bekannt für die beliebte Cholula Hot Sauce, verloren im vorbörslichen Handel rund 5 Prozent an Wert. Der Gewürz- und Saucenhersteller verfehlte nicht nur die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal, sondern enttäuschte auch mit einem schwachen Ausblick für das Gesamtjahr 2026.
Gewinnprognose unter Analystenschätzungen
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet McCormick mit einem bereinigten Gewinnwachstum von lediglich 2 bis 5 Prozent. Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von 3,05 bis 3,13 US-Dollar und liegt damit deutlich unter den Analystenschätzungen von 3,22 Dollar. Experten hatten zuvor mit einem Gewinnplus von etwa 7 Prozent gerechnet.
Mehrfachbelastung drückt auf Margen
"Die globalen Handelsdynamiken erzeugen weiterhin Gegenwind, und wir sehen uns in diesem Jahr mit erhöhten Kosten konfrontiert", erklärte CEO Brendan Foley. Das Unternehmen kämpft gleich an mehreren Fronten: Steigende Rohstoffkosten, Zollbelastungen sowie hohe Investitionen in Produktionsstätten und Marketing belasten die Profitabilität. Die bereinigte Bruttogewinnmarge sank im vierten Quartal um 120 Basispunkte.
Verändertes Konsumverhalten als Herausforderung
Zusätzlich macht dem Konzern das veränderte Verbraucherverhalten zu schaffen. Preisbewusste US-Konsumenten greifen verstärkt zu günstigeren Alternativen. Gleichzeitig beeinflusst der Trend zu gesünderer Ernährung sowie die zunehmende Verbreitung von Abnehmmitteln wie GLP-1-Präparaten die Nachfrage nach verpackten Lebensmitteln.
Quartalszahlen im Detail
Im vierten Quartal, das am 30. November endete, erzielte McCormick einen bereinigten Gewinn von 86 Cent je Aktie – knapp unter den erwarteten 88 Cent. Der Nettoumsatz stieg um 3 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar und entsprach damit den Erwartungen.
Expansion erhöht Zollrisiken
Die strategische Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an McCormick de Mexico, Teil der Expansion hinter der Marke Cholula, hat zwar die globale Reichweite erweitert, gleichzeitig aber auch die Anfälligkeit für Zollrisiken erhöht. Dies macht sich besonders in Zeiten volatiler Handelspolitik bemerkbar.
Optimistischer Umsatzausblick
Trotz der Margenprobleme zeigt sich McCormick beim Umsatz zuversichtlicher: Für 2026 erwartet das Unternehmen ein währungsbereinigtes Wachstum von 12 bis 16 Prozent. Dies liegt deutlich über der Analystenschätzung von 7,5 Prozent und könnte auf erfolgreiche Preiserhöhungen und die Mexiko-Expansion zurückzuführen sein.
