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Mastercard übertrifft Prognosen im dritten Quartal

Fokus auf KI und Stablecoins prägt strategische Ausrichtung des Zahlungsriesen

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Mastercard übertrifft Prognosen im dritten Quartal

Mastercard hat im dritten Quartal die Gewinnerwartungen der Wall Street übertroffen. Das Unternehmen profitierte von einer anhaltend hohen Ausgabenneigung der Verbraucher, während sich die Diskussionen über Handels- und Einwanderungspolitik in den USA unter Präsident Donald Trump fortsetzten. Diese politischen Unsicherheiten tragen nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiterhin zu Sorgen über Arbeitsmarktstabilität und Inflationsdruck bei.

Der Zahlungsdienstleister meldete für das Quartal bis zum 30. September einen bereinigten Gewinn von 3,96 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 4,38 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit 4,32 US-Dollar gerechnet. Der Nettoumsatz stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich das Auslandsgeschäft: Das grenzüberschreitende Transaktionsvolumen nahm auf lokaler Währungsbasis um 15 Prozent zu. Die Aktie legte nach der Veröffentlichung der Zahlen leicht zu.

Konzernchef Michael Miebach betonte in einer Analystenkonferenz die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und Stablecoins für das Geschäftsmodell von Mastercard. Unter dem Begriff „agentic commerce“ arbeite das Unternehmen gemeinsam mit Partnern und Beraterteams daran, neue, KI-gestützte Handelsprozesse zu etablieren. Diese sollen es ermöglichen, dass digitale Assistenten künftig selbstständig Zahlungen und Einkäufe abwickeln.

Miebach äußerte sich nicht zu den Berichten über eine bevorstehende Übernahme des Stablecoin-Infrastrukturunternehmens Zerohash, unterstrich jedoch das wachsende Potenzial der an den US-Dollar gekoppelten Kryptowährungen. Stablecoins sollen dank ihrer Preisstabilität Abwicklungszeiten und Transaktionskosten im Zahlungsverkehr deutlich verringern. Mastercard sieht darin eine attraktive Ergänzung seines globalen Netzwerks.

Auch andere Unternehmen der Branche erzielten im Quartal positive Ergebnisse. Visa übertraf ebenfalls die Gewinnerwartungen, während American Express dank seines Fokus auf wohlhabende Kunden Rekorderlöse verzeichnete. Analysten sehen den Sektor insgesamt im Wandel, da sowohl Stablecoins als auch KI-basierte Zahlungssysteme die Funktionsweise digitaler Geldflüsse nachhaltig verändern könnten.

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