Mastercard steigert Gewinn um 22% trotz Zoll-Unsicherheit
Zahlungsriese profitiert von robusten Konsumausgaben und wachsendem Reisegeschäft im vierten Quartal

Mastercard hat im vierten Quartal 2025 einen Nettogewinn von 4,06 Milliarden US-Dollar erzielt, was einem Anstieg von 22% gegenüber dem Vorjahreswert von 3,34 Milliarden Dollar entspricht. Der Gewinn je Aktie kletterte von 3,64 auf 4,52 Dollar. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um 2,4% zu.
Der Nettoumsatz des Zahlungsabwicklers stieg um beeindruckende 17,6% auf 8,81 Milliarden Dollar. Das Bruttotransaktionsvolumen, also der Gesamtwert aller über die Mastercard-Plattform abgewickelten Zahlungen, wuchs um 7%. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit durch Zollpolitik und anhaltende Inflation zeigten sich die Konsumausgaben überraschend widerstandsfähig.
Verbraucher konzentrierten sich im Weihnachtsquartal verstärkt auf notwendige Ausgaben und nutzten Sonderangebote, um ihre Budgets zu strecken. Besonders stark entwickelte sich das grenzüberschreitende Geschäft mit einem Plus von 14%, was die anhaltend hohe Nachfrage nach Reisen und Freizeitaktivitäten unterstreicht.
Diversifizierung zahlt sich aus
Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment für Mehrwertdienste und Lösungen, das Dienstleistungen wie Betrugsschutz und Cybersicherheitstools umfasst. Dieser Bereich wuchs um 26% und übertraf damit das Wachstum des Kerngeschäfts deutlich. Diese typischerweise margenstärkeren Produkte sind Teil der Diversifizierungsstrategie von Mastercard.
US-Banken meldeten im gleichen Zeitraum einen leichten Anstieg ihrer Kreditkartensalden, was trotz hoher Zinsen auf eine anhaltende Kreditnachfrage hindeutet. Das Verbrauchervertrauen hatte zwar unter dem trägen Arbeitsmarkt gelitten, doch die tatsächlichen Ausgaben blieben robust.
Branchenvergleich steht bevor
Mastercard ist der erste der großen Wall-Street-Zahlungsabwickler, der seine Quartalszahlen vorlegte. Konkurrent Visa wird seine Ergebnisse noch am gleichen Tag präsentieren, während American Express seine Zahlen für den frühen Freitag angekündigt hat. Die Ergebnisse dürften wichtige Einblicke in die Verfassung der Konsumausgaben geben.
