Mastercard steigert Gewinn um 22% – Konsumausgaben trotzen Zollunsicherheit
Zahlungsriese profitiert von robusten Verbraucherausgaben im Weihnachtsquartal – Transaktionsvolumen wächst deutlich

Mastercard hat im vierten Quartal 2024 einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnet. Der Nettogewinn des Zahlungsdienstleisters stieg um 22 Prozent auf 4,06 Milliarden US-Dollar oder 4,52 Dollar je Aktie, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch bei 3,34 Milliarden Dollar oder 3,64 Dollar pro Aktie gelegen.
Der Anstieg ist vor allem auf anhaltend hohe Konsumausgaben zurückzuführen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten durch mögliche Zölle zeigten sich amerikanische Verbraucher weiterhin ausgabefreudig, insbesondere bei notwendigen Gütern. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft nutzten Käufer gezielt Sonderangebote, um ihre Budgets zu strecken – ein Verhalten, das dem Zahlungsabwickler in die Karten spielte.
Das Brutto-Dollar-Volumen, also der Gesamtwert aller über die Mastercard-Plattform abgewickelten Transaktionen, legte um 7 Prozent zu. Diese Kennzahl gilt als wichtiger Indikator für die Gesundheit des Konsumverhaltens und zeigt, dass Verbraucher trotz Inflationssorgen weiter konsumieren.
Umsatz wächst zweistellig
Besonders beeindruckend fiel das Umsatzwachstum aus: Der Nettoumsatz kletterte im vierten Quartal um 17,6 Prozent auf 8,81 Milliarden Dollar. Dieses deutliche Plus unterstreicht die starke Marktposition von Mastercard im globalen Zahlungsverkehr.
Die robusten Quartalszahlen dürften Anleger beruhigen, die angesichts möglicher Handelskonflikte und Zollerhöhungen mit einer Konsumflaute gerechnet hatten. Stattdessen zeigt sich der amerikanische Verbraucher weiterhin als treibende Kraft der Wirtschaft.
Für den deutschen Markt sind die Zahlen ebenfalls relevant: Mastercard ist neben Visa einer der beiden dominierenden Anbieter im Kartengeschäft und profitiert vom weltweiten Trend zum bargeldlosen Bezahlen. Die starken Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieser Trend ungebrochen ist – trotz wirtschaftlicher Gegenwinde.
