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Markterholung beflügelt durch globale Entspannungssignale

US- und Japanische Notenbanken beruhigen Investoren, DAX überschreitet wichtige Marke.

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Markterholung beflügelt durch globale Entspannungssignale

Neue Daten und Äußerungen von Geldpolitikern haben den Marktteilnehmern neues Vertrauen gegeben, was sowohl auf den europäischen als auch auf den amerikanischen Aktienmärkten zu steigenden Kursen führte. Zur Wochenmitte beschleunigte sich die Erholung am deutschen Aktienmarkt, und der DAX stieg um 1,5 Prozent auf 17.615 Punkte. Damit überschritt der deutsche Leitindex die viel beachtete 200-Tage-Linie, die derzeit bei 17.483 Punkten liegt, und setzte ein technisches Signal zur Überwindung der jüngsten Turbulenzen.

Die Entspannungssignale kamen aus den USA und Japan. In den USA hatten Äußerungen von Vertretern der US-Notenbank sowie neue Konjunkturdaten die Furcht vor einem wirtschaftlichen Abschwung gemildert. Zudem sorgte die Auflösung spekulativer Positionen, die mit geliehenen Yen finanziert worden waren, für Beruhigung. Diese Auflösungen waren durch die überraschende Zinserhöhung der japanischen Notenbank und die darauf folgende starke Aufwertung des Yen ausgelöst worden. Der stellvertretende Notenbankchef Japans, Shinichi Uchida, beruhigte die Märkte mit der Zusage, den Leitzins nicht zu erhöhen, wenn die Finanz- und Kapitalmärkte instabil sind.

Auch an der New Yorker Börse sorgte die freundliche Eröffnung für eine beschleunigte Erholung in Europa. Der Dow Jones notierte um 0,7 Prozent höher, während die Technologiewerte des Nasdaq 100 um 1,9 Prozent zulegten. Dennoch erklärte Jochen Stanzl von CMC Markets, dass eine vollständige Trendwende noch nicht stattgefunden habe. Jürgen Molnar von Robomarkets betonte, dass die Lage im Nahen Osten weiterhin ein Risiko darstellt, das viele Investoren davon abhält, wieder verstärkt in Aktien zu investieren.

In der deutschen Industrie zeigt sich nach einer Schwächephase eine leichte Erholung. Die Produktion stieg im Juni im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent, konnte jedoch das Mai-Minus von 3,1 Prozent nicht vollständig ausgleichen. Überraschend stark sanken dagegen die deutschen Exporte um 3,4 Prozent, bedingt durch eine nachlassende Nachfrage aus den USA und der Europäischen Union. Die Importe stiegen leicht um 0,3 Prozent auf 107,3 Milliarden Euro.

In Japan sorgten beschwichtigende Signale der Notenbank für einen Anstieg des Nikkei-Index um 1,2 Prozent auf 35.089 Punkte. Der Euro stabilisierte sich nach den Verlusten vom Vortag und hielt sich über 1,09 Dollar. Die Ölpreise stiegen wieder an, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 78,77 Dollar kostete. Unterstützt wurden die Ölpreise auch durch sinkende Lagerbestände in den USA.

Trotz positiver Quartalszahlen verzeichnete die Aktie des Unterhaltungskonzerns Walt Disney einen Rückgang. Die Commerzbank meldete einen Gewinnrückgang im zweiten Quartal, sieht sich aber weiterhin auf Kurs für ein höheres Jahresergebnis. Siemens Energy konnte seinen Verlust reduzieren, und Beiersdorf verzeichnete dank starker Ergebnisse seiner Marke Nivea ein Umsatzwachstum. Sony erhöhte seine Jahresziele aufgrund besserer Geschäfte im Auftaktquartal.

Puma senkte aufgrund negativer Währungseffekte seine Gewinnprognose, während GEA trotz Umsatzeinbußen mehr verdiente. Continental reduzierte seinen Umsatzausblick wegen schwächerer Autoproduktion in Europa und Nordamerika. Sixt schrieb nach einem Verlust zu Jahresbeginn wieder schwarze Zahlen, musste jedoch die Jahresprognose senken. BioNTech sieht sich in den USA mit einer Klage wegen Lizenzgebühren konfrontiert, und Apple drohen Einnahmeverluste aufgrund eines US-Urteils gegen Google. AirBnB verzeichnete einen Gewinnrückgang und enttäuschte mit seinem Ausblick.

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