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M&A-Markt in Deutschland: Einblick in die Hoffnung auf 2024

Zinsen, Technologie und USA-Expansion – Treiber für eine erwartete Belebung im M&A-Bereich

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M&A-Markt in Deutschland: Einblick in die Hoffnung auf 2024

Im Jahr 2023 erlebte Deutschland einen erheblichen Rückgang im Bereich Fusionen und Übernahmen, was auf das unsichere Finanzierungsumfeld und die schwierige geopolitische Lage zurückzuführen ist. Laut dem Datenanbieter LSEG sank das Volumen der Transaktionen, an denen deutsche Unternehmen beteiligt waren, um beeindruckende 29 Prozent, und dies geschah nach einem bereits schwachen Vorjahr. Doch trotz dieser düsteren Zahlen hegen M&A-Experten Hoffnungen auf eine bevorstehende Verbesserung der Situation. Armin von Falkenhayn, Leiter des deutschen M&A-Geschäfts bei der Bank of America, äußerte sich optimistisch und erwartet, dass ab dem kommenden Sommer eine deutliche Belebung im Bereich Fusionen und Übernahmen eintreten wird.

Ein Schlüsselfaktor, der diesen Aufschwung antreiben könnte, ist die Zinsentwicklung. Im vergangenen Jahr zögerten Banken aufgrund der Unsicherheit über die Zinsentwicklung bei der Finanzierung von Deals. Julia Frank von der US-Bank Citi prognostiziert jedoch, dass die Zinssenkung im Jahr 2024 um bis zu 100 Basispunkte erwartet wird, was zu einer Belebung der Finanzierungsmärkte und letztendlich zu einem Anstieg des M&A-Marktes führen könnte.

Ein weiteres Hindernis für Fusionen und Übernahmen waren die unterschiedlichen Ansichten über die Unternehmensbewertungen. Verkäufer hielten an den höheren Bewertungen von vor zwei Jahren fest, während Käufer sich auf die schwächeren Geschäftsaussichten konzentrierten, was zu Unstimmigkeiten führte. Marktexperten glauben jedoch, dass sich diese Kluft allmählich schließen wird, obwohl es noch einige Quartale dauern könnte.

Für das kommende Jahr wird erwartet, dass deutsche Unternehmen verstärkt in die USA expandieren, um vom Wachstum des größten Einzelmarktes der Welt zu profitieren. Während Europa 2024 ein verhaltenes Wachstum prognostiziert wird, dürfte die US-Wirtschaft erheblich zulegen. Deutsche Konzerne hoffen, durch Übernahmen in den Vereinigten Staaten ihre Ergebnisse zu verbessern.

In diesem Jahr war die USA jedoch nicht das Hauptziel für M&A-Aktivitäten. Die Übernahme des dänischen Softwareanbieters Simcorp durch die Deutsche Börse war die größte ausländische Akquisition aus Deutschland, während der Kauf von Viessmann durch Carrier Global der größte Zukauf eines ausländischen Unternehmens in Deutschland war.

Die Zukunft des M&A-Marktes könnte auch von Technologiegetrieben sein, wobei Transaktionen zur Förderung der Transformation im Mittelpunkt stehen. Hierbei geht es um Risikoreduzierung, Digitalisierung, Dekarbonisierung und die Sicherstellung von Lieferketten. Investmentbanker erwarten im Technologiesektor im Jahr 2024 eine verstärkte Bewegung, insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Cybersicherheit.

Das Jahr 2023 war für Private-Equity-Deals eine Herausforderung, bedingt durch geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Allerdings könnten Finanzinvestoren im Jahr 2024 wieder leichteren Zugang zu Finanzierungen für Deals finden, was zu einer Zunahme ihres Anteils am Transaktionsvolumen führen könnte.

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