Lyft unter Druck: Uber-Konkurrenz belastet Fahrtengeschäft massiv
Ride-Hailing-Anbieter verliert Marktanteile durch aggressive Preisstrategie des Marktführers. Aktie bricht um 15 Prozent ein.

Der US-Fahrdienstvermittler Lyft gerät zunehmend unter Druck durch den übermächtigen Konkurrenten Uber. Die Quartalszahlen für das vierte Quartal fielen deutlich schwächer aus als erwartet, die Aktie stürzte um 15 Prozent auf 14,25 Dollar ab. Analysten der RBC Capital Markets bezeichneten die Entwicklung als "sehr herausfordernd".
Im Dezember forcierte Uber aggressive Werbeaktionen mit günstigen Fahrpreisen, was Lyft massiv unter Druck setzte. Das Unternehmen reagierte mit einer Fokussierung auf hochwertigere Fahrten, was jedoch zu einem insgesamt geringeren Fahrtenvolumen führte. Die RBC-Analysten senkten daraufhin ihr Kursziel von 27 auf 22 Dollar.
Marktführer gewinnt fast alles
Die aktuelle Dynamik befeuert laut den Analysten das "traditionelle Bear-Case-Szenario, wonach der Marktführer fast alles gewinnt". Zudem werfe die Entwicklung Fragen zur Erreichbarkeit der Unternehmensziele für 2027 auf. Uber profitiert von seiner deutlich größeren Skalierbarkeit und globalen Präsenz.
Autonome Fahrzeuge stellen für beide Unternehmen sowohl die größte Bedrohung als auch die größte Chance dar. Analysten von Truist Securities sehen Uber aufgrund seiner Marktposition als besser positioniert für Partnerschaften im Bereich autonomes Fahren. Lyft baut zwar sein Portfolio an Partnerschaften aus und verfügt über Wettbewerbsvorteile bei Flottenmanagement-Dienstleistungen, die Analysten warten jedoch auf konkretere Details zur Strategie und Wirtschaftlichkeit künftiger Deals.
Lufthansa kämpft mit Streikwellen
Auch die Deutsche Lufthansa sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert. Ein für Donnerstag angekündigter Pilotenstreik könnte das Unternehmen laut J.P. Morgan zwischen 10 und 30 Millionen Euro pro Tag kosten. Die Analysten warnen, dass die angespannten Arbeitsbeziehungen eine anhaltende Belastung für die Aktie darstellen werden.
Weitere Streiks durch verschiedene Gewerkschaften seien möglich, sollten keine Einigungen erzielt werden. Dies gefährde den laufenden Restrukturierungskurs der Airline. Die Lufthansa-Aktie schloss mit einem Minus von 4,0 Prozent bei 8,87 Euro. Immerhin könnte der Zeitpunkt des Streiks die Auswirkungen etwas abmildern, da er in einen saisonalen Tiefpunkt fällt.
