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Lyft-Aktie bricht ein: Schwaches Fahrtenwachstum gefährdet Rentabilitätsziele

Aktie verliert 18% im vorbörslichen Handel – Wettbewerbsdruck durch Uber belastet Wachstum

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Lyft-Aktie bricht ein: Schwaches Fahrtenwachstum gefährdet Rentabilitätsziele

Die Aktien des US-Fahrdienstleisters Lyft sind am Mittwoch im vorbörslichen Handel um 18% eingebrochen. Auslöser war ein enttäuschendes Wachstum bei den vermittelten Fahrten, das Zweifel an der Erreichbarkeit der langfristigen Rentabilitätsziele des Unternehmens aufkommen lässt. Trotz Verbesserungen bei den Gewinnmargen, internationaler Expansion und einem neuen Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Dollar macht sich der anhaltende Wettbewerbsdruck durch Marktführer Uber bemerkbar.

Das Unternehmen vermittelte im Gesamtjahr 2025 insgesamt 945,5 Millionen Fahrten und blieb damit unter der Analystenschätzung von 958,4 Millionen. Besonders enttäuschend fiel das vierte Quartal aus: Mit 243,5 Millionen Fahrten verfehlte Lyft die Markterwartungen von 256,3 Millionen deutlich – und das in einer saisonal üblicherweise starken Phase. Auf Jahresbasis verlangsamte sich das Fahrtenwachstum von 18,5% im Jahr 2023 auf nur noch 14,2% im Jahr 2025.

Für das erste Quartal prognostizierte Lyft ein schwächer als erwartet ausfallendes bereinigtes Kernergebnis. Als Gründe nannte das Management den harten US-Winter sowie saisonale Kosten. Zudem wies das Unternehmen für 2025 einen unerwarteten operativen Verlust aus, was bei Investoren für zusätzliche Verunsicherung sorgte.

Komplexe Wachstumsstrategie birgt Risiken

Mark Mahaney, Analyst bei Evercore ISI, sieht die nächste Phase des Turnarounds kritisch: "Um das Ziel einer EBITDA-Marge von 4% bis 2027 zu erreichen, muss Lyft seine Premium-Strategie umsetzen und gleichzeitig neuere Geschäftsfelder integrieren sowie den exklusiven Chauffeurservice skalieren. Dies sind Initiativen, die eine hohe Umsetzungsdisziplin erfordern." Die geplanten Investitionen in autonome Fahrzeuge erhöhen die operative Komplexität zusätzlich.

Analysten warnen, dass die Vorabkosten dieser Initiativen die Margen unter Druck setzen könnten, falls sich das Wachstum nicht wieder beschleunigt. In den vergangenen zwei Jahren hatte Lyft zwar Fortschritte bei Rentabilität und Cashflow erzielt, doch die Aufrechterhaltung der Dynamik gegenüber dem deutlich größeren Konkurrenten Uber erweist sich als zunehmend schwierig.

Internationale Expansion als Ausgleich

Um das schwächere Wachstum im Heimatmarkt Nordamerika zu kompensieren, expandierte Lyft im vergangenen Jahr durch die Übernahme von Freenow nach Europa. Diese Strategie soll die Abhängigkeit vom nordamerikanischen Markt verringern und neue Wachstumsquellen erschließen. Ob diese internationale Expansion die Herausforderungen im Kerngeschäft ausgleichen kann, bleibt jedoch abzuwarten.

Trotz der schwächeren Performance wird Lyft mit etwa dem 23,7-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt – ein höheres Bewertungsniveau als bei Uber, das beim 20,8-Fachen notiert. Diese Bewertungsdifferenz dürfte nach dem jüngsten Kursrückgang unter Druck geraten.

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