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Luxusmarkt 2026: Erlebnisse und „Inheritourism" treiben Wachstum

Nach zwei Rückgangsjahren erholt sich der Luxusmarkt – angeführt von Reisen, Erlebnissen und einem neuen Familientrend.

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Luxusmarkt 2026: Erlebnisse und „Inheritourism" treiben Wachstum

Der globale Luxusmarkt steht vor einer Erholung – allerdings unter veränderten Vorzeichen. Laut einer neuen Studie von Bain & Co. und Altagamma wird das Wachstum im Jahr 2026 weniger von klassischen Luxusgütern als vielmehr von Erlebnissen getragen. Nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit rückläufigen Umsätzen kehrt die Branche damit auf Wachstumskurs zurück.

Für den Absatz persönlicher Luxusgüter prognostiziert der Bericht ein Umsatzvolumen zwischen 365 Milliarden Euro und 373 Milliarden Euro – umgerechnet rund 413,6 bis 422,7 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 1% bis 4% gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt das Wachstum bei Gütern jedoch hinter dem Erlebnissegment zurück, das in diesem Jahr auf ein Plus von 3% bis 7% zusteuert.

Erlebnisse überholen Statussymbole

Besonders auffällig ist die Verschiebung in den Prioritäten wohlhabender Konsumenten weltweit. Reisen, Veranstaltungen und kulinarische Erlebnisse gewinnen gegenüber dem Kauf von Statusgütern zur bloßen Schaustellung deutlich an Bedeutung. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in konkreten Zahlen wider: Buchungen in den Bereichen Gastronomie, Freizeit und Unterhaltung sind in diesem Jahr um rund 30% gestiegen.

Auch das Reiseverhalten verändert sich spürbar. Immer mehr wohlhabende Reisende zieht es zu untraditionellen und weniger überlaufenen Zielen – ein Anstieg von 20% wurde hier verzeichnet. Der Bericht nennt dafür den Begriff „Immersive Wayfaring": maßgeschneiderte, entschleunigte Reiseerlebnisse, die auf Entdeckungen und lokalen Traditionen basieren, werden zunehmend populärer.

„Inheritourism": Wenn Generationen gemeinsam reisen

Ein weiterer bemerkenswerter Trend ist der sogenannte „Inheritourism". Dabei reisen wohlhabende Familien gemeinsam, und die Generation Z übernimmt dabei den Reisegeschmack und die Vorlieben ihrer Eltern. Insbesondere Kreuzfahrten profitieren von diesem Phänomen und ziehen sowohl viele Erstkäufer als auch treue Stammkunden an.

Neben dem Reisesegment verzeichnen auch gehobene Gastronomie und Gourmet-Lebensmittel Zuwächse, getragen von einer „Weniger-aber-besser"-Mentalität unter Konsumenten. Zudem kehrt die bildende Kunst laut dem Bericht zum Wachstum zurück.

USA führen, Naher Osten bleibt Risikofaktor

Geografisch betrachtet sind die USA laut dem Bericht zum ersten Mal seit 2021 das führende Land für das Wachstum von Luxusgütern. Angetrieben wird dieses Wachstum maßgeblich von sogenannten „aspirational consumers" – aufstiegsorientierten Konsumenten, die nach Luxusprodukten streben.

Einen dämpfenden Effekt auf den globalen Luxusmarkt üben weiterhin die Spannungen im Nahen Osten aus. Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten galt vor dem Iran-Krieg als einer der am schnellsten wachsenden Luxusmärkte der Welt. Da die Stadt jedoch stark vom Tourismus abhängig ist, zeigt sie bisher keine Anzeichen einer Erholung. Der Bericht hält fest, dass ein stärkeres Gesamtwachstum möglich wäre, falls sich der Nahe Osten stabilisiert und gleichzeitig die Nachfrage in China wieder anzieht – zwei Faktoren, die den weiteren Verlauf des Luxusmarktes maßgeblich beeinflussen dürften.

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