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Luxusjet für Trump aus Katar geplant

Warum das Geschenk politisch brisant ist und sicherheitstechnisch kaum einsatzfähig wäre

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 Luxusjet für Trump aus Katar geplant

Die Regierung Katars plant offenbar, der US-Regierung ein ungewöhnliches Geschenk zu überreichen: einen luxuriös ausgestatteten Boeing 747-8i Jumbojet. Der sogenannte „fliegende Palast“ soll später in die Flugbereitschaft des Weißen Hauses überführt und anschließend der Stiftung von Donald Trumps künftiger Präsidentenbibliothek übergeben werden. Die Maschine, deren Wert auf mindestens eine halbe Milliarde Dollar geschätzt wird, könnte bereits in den kommenden Monaten an die USA übergeben werden. Der Jet stammt aus dem Besitz der Herrscherfamilie Al-Thani des Emirats Katar.

Das Vorhaben sorgt für Kontroversen. Während die Maschine bereits wegen ihrer üppigen Ausstattung für Schlagzeilen sorgt, wird der Vorgang politisch kritisiert. Der demokratische Senator Chuck Schumer bezeichnete das Vorhaben als „Bestechung mit extra viel Beinfreiheit“, und auch konservative Stimmen äußerten sich skeptisch über die Annahme eines solchen Geschenks. Unabhängig davon betonen Beobachter, dass die Aufmerksamkeit rund um das Flugzeug möglicherweise von anderen politischen Herausforderungen Trumps ablenken könnte, etwa den wirtschaftlichen Auswirkungen seiner Zollpolitik.

Die neue Maschine wäre moderner, größer und komfortabler als die derzeitige Präsidentenmaschine VC25A aus dem Jahr 1990. Die ursprünglich unter Barack Obama beauftragten Nachfolgemodelle VC25B sollten bereits während Trumps erster Amtszeit geliefert werden, doch Verzögerungen bei Boeing verhinderten dies. Um den Bau zu beschleunigen, wurde Elon Musk als Sonderberater hinzugezogen. Dennoch scheint Trump auch an Musks Einfluss nicht uneingeschränkt zu glauben und setzt nun zusätzlich auf das Angebot aus Katar.

Der Jet aus dem Nahen Osten orientiert sich in seinem Interieur stärker am Trump Tower als an der bisherigen US-Regierungsästhetik. Während die aktuelle Air Force One noch in den dezenten Farben des amerikanischen Südwestens gehalten ist, setzt das katarische Modell auf Gold und Glanz. Allerdings wirft die Maschine auch sicherheitstechnische Fragen auf. Experten weisen darauf hin, dass das Flugzeug nicht auf die Anforderungen eines fliegenden Kommandostands vorbereitet ist. Wichtige Systeme wie EMP-Schutz, Luftbetankung oder Längstwellen-Kommunikation fehlen. Eine vollständige Nachrüstung gilt als kaum realistisch.

Daher ist unklar, ob die Maschine jemals als offizielle Air Force One zugelassen wird. Möglich wäre ein begleiteter Einsatz zusammen mit der bestehenden KC-25 und einem Ersatzflugzeug. Dies würde jedoch erhebliche Kosten verursachen, die Boeing auf rund 600.000 Dollar pro Flugstunde für alle drei Maschinen zusammen beziffert.

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