ANZEIGE

Lufthansa und die Herausforderung der Dreamliner

Plötzliche Lieferung von 15 Jets bringt logistische und finanzielle Schwierigkeiten

2 Min
Lufthansa und die Herausforderung der Dreamliner

Lufthansa steht vor der Herausforderung, plötzlich eine große Anzahl neuer Flugzeuge zu übernehmen, nachdem die US-Luftfahrtaufsicht unter der Trump-Administration die Zulassung von Flugzeugen beschleunigte. Ursprünglich fehlten der Airline neue Jets, doch nun könnten 15 Boeing 787 Dreamliner auf einmal zur Verfügung stehen. Diese Maschinen, die sich derzeit in den USA befinden, warten darauf, die erforderliche Zertifizierung für die Businessclass-Sitze zu erhalten. Ein Problem, das die Übergabe verzögert hat, könnte nun in den kommenden Monaten gelöst werden.

Lufthansa hatte ursprünglich geplant, 20 Dreamliner bereits im Sommer 2024 in Betrieb zu nehmen. Derzeit stehen jedoch 15 dieser Jets in Charleston und warten auf die Genehmigung durch die US-amerikanische FAA, die für die Zulassung der Businessclass-Sitze verantwortlich ist. Trotz der Verzögerungen zeigte sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr zuversichtlich, dass die neue US-Regierung der Luftfahrtindustrie zugutekommen wird. Auch Boeing signalisierte eine baldige Übergabe der Jets, jedoch bleibt abzuwarten, wann die benötigte Zertifizierung erfolgt.

Für Lufthansa stellt die plötzliche Lieferung von 15 Langstreckenjets eine große logistische Herausforderung dar. Die Fluggesellschaft muss nicht nur die gesamte Kaufsumme bezahlen, sondern auch die notwendigen Piloten mit der entsprechenden Lizenz für den Dreamliner ausstatten. Aufgrund der geringen Anzahl von bisher eingesetzten Dreamlinern waren nur wenige Piloten in der Lage, die erforderlichen Flugstunden zu sammeln. Außerdem müssen die Flugzeuge nach der Ankunft aus den USA für die Endmontage in die Werkstätten von Lufthansa, was zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt.

Die neuen Dreamliner werden vorerst nicht auf der Langstrecke, sondern auf Kurz- und Mittelstrecken eingesetzt, um die Piloten für die Langstreckenflüge zu schulen und die erforderliche Anzahl an Starts und Landungen zu erreichen. Sollte die Zertifizierung der Businessclass-Sitze weiterhin auf sich warten lassen, könnte Lufthansa eine Sondergenehmigung anstreben, um die Jets auch ohne die endgültige Zulassung für die Sitze in Betrieb zu nehmen. Dies könnte es der Airline ermöglichen, die Dreamliner wie geplant für den Sommer einzusetzen, bevor sie endgültig auf den Langstreckenflügen genutzt werden.

LufthansaFlughafenFinanzenFachkräfteLuftverkehr

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer