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Lufthansa Technik treibt ambitionierte Wachstumspläne voran

Expansion, Marktanteilssteigerung und neue Geschäftsfelder sollen langfristigen Erfolg sichern

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Lufthansa Technik treibt ambitionierte Wachstumspläne voran

Lufthansa Technik, die Technik-Tochter des Lufthansa-Konzerns, hat ehrgeizige Ziele für die Zukunft präsentiert, die vor allem auf ein kontinuierliches Wachstum und eine höhere Profitabilität abzielen. Auf einem Kapitalmarkttag stellten die Manager des Unternehmens ihre Pläne internationalen Investoren und Analysten vor, um das Potenzial der Tochtergesellschaft zu verdeutlichen. Dabei soll die Tochter auch zur Verbesserung der Gesamtbewertung des Mutterkonzerns beitragen, der aktuell an der Börse als unterbewertet gilt. Lufthansa Technik trug im vergangenen Jahr rund 23 Prozent zu den Erlösen des Konzerns bei, was die Bedeutung dieser Sparte unterstreicht.

Das Unternehmen, das als größter herstellerunabhängiger Wartungsspezialist in der Luftfahrt gilt, hat mit dem Programm „Ambition 2030“ ehrgeizige Wachstumsziele formuliert. Bis 2030 soll der Umsatz von 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf mehr als zehn Milliarden Euro steigen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll im gleichen Zeitraum von 630 Millionen Euro auf über eine Milliarde Euro zulegen. Trotz des deutlichen Wachstums des Geschäftsbereichs beträgt der Weltmarktanteil von Lufthansa Technik aktuell nur sechs Prozent, ein Wert, der in den kommenden Jahren signifikant gesteigert werden soll.

Ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieser Ziele ist die Errichtung eines neuen Betriebs für die Reparatur von Triebwerksteilen und Flugzeugkomponenten in Portugal. Das neue Werk, das bis 2027 in Santa Maria da Feira nahe Porto fertiggestellt werden soll, wird auf einem 230.000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen und 700 Arbeitsplätze schaffen. Dieses Vorhaben erfüllt das Versprechen, das das Management vor einem Jahr nach der Absage eines Teilverkaufs gegeben hatte.

Parallel dazu expandiert Lufthansa Technik in den Verteidigungssektor. Das Unternehmen möchte nicht nur zivile Flugzeuge der Luftwaffe warten, sondern plant auch die Reparatur und Überholung von militärischem Gerät. Technik-CEO Sören Stark sieht sogar die Möglichkeit, Flugzeuge für den militärischen Einsatz zu modifizieren. Ein Beispiel dafür ist das Boeing-Radarflugzeug E7, das künftig ältere Awacs-Modelle ersetzen soll. Mit diesem Schritt erschließt sich Lufthansa Technik neue Geschäftsfelder, die das Wachstum weiter vorantreiben könnten.

Mit den vorgestellten Maßnahmen will das Unternehmen seine Spitzenposition im Bereich „Maintenance, Repair and Overhaul“ (MRO) sichern und ausbauen. Die stabile und planbare Natur des Wartungsgeschäfts, das unabhängig von der Konjunktur ist, bietet eine solide Grundlage für diese ehrgeizigen Pläne.

Lufthansa TechnikInvestitionenRüstungsindustrieLuftverkehr

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