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Lufthansa fordert Schadenersatz von Klimaaktivisten

Frankfurter Flughafen lahmgelegt: Debatte über Sicherheitsmängel

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Lufthansa fordert Schadenersatz von Klimaaktivisten

Die Lufthansa plant, von der Klimaaktivistengruppe „Letzte Generation“ Schadenersatz zu fordern, nachdem am Donnerstagmorgen der Betrieb am Frankfurter Flughafen für mehrere Stunden gestört wurde. Mehrere Mitglieder der Gruppe waren in den frühen Stunden auf das Flughafengelände eingedrungen und hatten sich im Sicherheitsbereich festgeklebt. Dies führte zur vorübergehenden Einstellung des Flughafenbetriebs und der Ausfall von etwa 270 von rund 1400 Flugbewegungen bis zum frühen Abend.

Die Lufthansa wird laut einem Sprecher eine höhere Schadenssumme verlangen als bei bisherigen Aktionen dieser Art. In der Vergangenheit hatte die Airline Schadensersatzforderungen in Höhe von 740.000 Euro für ähnliche Aktionen an den Flughäfen in Hamburg, Düsseldorf und Berlin gestellt. Der genaue Betrag, den die Lufthansa nun fordert, ist noch nicht festgelegt, wird jedoch voraussichtlich deutlich über den bisherigen Forderungen liegen.

Die Aktion der Klimaaktivisten hat eine umfassende Diskussion über die Sicherheit an deutschen Flughäfen ausgelöst. Bundesinnenministerin Nancy Faeser erklärte, dass die derzeitigen Schutzmaßnahmen nicht ausreichend seien und kündigte an, die Widerstandsfähigkeit der Zaunanlagen sowie die Ausstattung mit modernen Signal- und Videoanlagen zu verbessern. Der hessische Innenminister Roman Poseck betonte die Notwendigkeit, den Zugang zu Flughäfen für unbefugte Personen zu verhindern, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Politiker von Union und SPD forderten ein strengeres Vorgehen gegen die „Letzte Generation“. Innenministerin Faeser bezeichnete die Aktionen als „gefährlich, dumm und kriminell“ und betonte die Gefährdung von Menschenleben und Reisenden. Auch Verkehrsminister Volker Wissing äußerte sich kritisch gegenüber den Aktionen.

Die Blockade am Frankfurter Flughafen ist Teil eines größeren internationalen Protests, der in mehreren Ländern wie den USA, Großbritannien, Österreich und Kanada stattfindet. Die „Letzte Generation“ hat angekündigt, ihre Proteste in den kommenden Wochen fortzusetzen. Im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen in Großbritannien wurden Ende Juni 27 Klimaaktivisten der Gruppe „Just Stop Oil“ festgenommen, die verdächtigt werden, Störungen an Flughäfen geplant zu haben.

Faeser kündigte an, die Strafverfolgung von Blockaden zu verschärfen und schlug empfindliche Freiheitsstrafen vor. Auch der Flughafenverband ADV unterstützte diese Pläne und forderte eine Schließung der Strafbarkeitslücken bei der Verfolgung von Eindringlingen. Die Lufthansa forderte ebenfalls härtere und schnellere Strafen sowie verstärkte polizeiliche Präventionsmaßnahmen.

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