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Lufthansa: Rekordzahlen, dennoch trübe Aussichten

Streiks und Personalkosten belasten die Zukunft des Luftfahrtkonzerns

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Lufthansa: Rekordzahlen, dennoch trübe Aussichten

Die Lufthansa, Europas größter Airline-Konzern, hat im vergangenen Jahr beeindruckende Geschäftsergebnisse erzielt, steht jedoch vor Herausforderungen, die den Ausblick trüben. Trotz der Erholung von der Pandemie und der Verkündung von Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2023, mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,7 Milliarden Euro, einem Anstieg um 76 Prozent im Vergleich zu 2022, und einem Umsatzwachstum von 15 Prozent auf 35,4 Milliarden Euro, sieht sich das Unternehmen mit steigenden Personalkosten und anhaltenden Streiks konfrontiert.

Die Lufthansa hat im Durchschnitt monatlich rund 1000 neue Mitarbeiter eingestellt, was zu einem Anstieg des Personalaufwands um 15 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro führte. Diese Kostensteigerung, die nun 23 Prozent des Gesamtaufwands ausmacht und sogar die Ausgaben für Treibstoff übersteigt, belastet die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns. Die jüngsten Streiks des Bodenpersonals und die Urabstimmung des Kabinenpersonals für Arbeitskämpfe verdeutlichen die angespannte Situation zwischen der Unternehmensführung und den Beschäftigten.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Konzernchef Carsten Spohr optimistisch und betont die zurückgewonnene finanzielle Stärke der Lufthansa Group. Erstmals seit 2019 sollen auch die Aktionäre wieder eine Dividende von 30 Cent erhalten. Diese positive Nachricht steht jedoch im Kontrast zu den aktuellen Schwierigkeiten und der vorsichtigen Haltung der Investoren, die seit Dezember zu einem Wertverlust der Lufthansa-Aktie von rund 16 Prozent geführt hat.

Die Prognose für das kommende Jahr ist verhalten. Obwohl ein signifikant steigender Umsatz erwartet wird, soll das bereinigte Ergebnis auf dem Niveau von 2023 verharren, was auf eine sinkende Ergebnismarge hindeutet. Diese Entwicklung spiegelt die komplexen Herausforderungen wider, mit denen sich die Lufthansa konfrontiert sieht: einerseits die Notwendigkeit, die Personalkosten zu kontrollieren und andererseits die Bedeutung, in einem wettbewerbsintensiven Umfeld profitabel zu bleiben.

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