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LBBW integriert Immobiliengeschäft umfassend

300 Stellenabbau und Synergien von 100 Millionen Euro geplant

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LBBW integriert Immobiliengeschäft umfassend

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) plant eine umfassende Integration ihres Immobiliengeschäfts, insbesondere der Berlin Hyp, die sie vor zwei Jahren übernommen hat. Vorstandschef Rainer Neske kündigte an, dass das gewerbliche Immobilienfinanzierungsgeschäft in der LBBW unter der Marke Berlin Hyp zusammengeführt wird. Diese Zusammenlegung umfasst auch die Zentralfunktionen wie IT und Risikomanagement, die künftig in die LBBW überführt werden.

Im Zuge dieser Umstrukturierung sollen bis Ende 2025 insgesamt rund 300 Stellen abgebaut werden, was etwa drei Prozent der gesamten Belegschaft von über 11.000 Mitarbeitern entspricht. Laut Neske wird der Stellenabbau sowohl die LBBW als auch die Berlin Hyp betreffen, wobei sozialverträgliche Lösungen priorisiert werden sollen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Es wird erwartet, dass am Ende weniger als 150 Mitarbeiter tatsächlich entlassen werden, da viele Beschäftigte altersbedingt ausscheiden und ihre Stellen nicht nachbesetzt werden. Zudem könnten einige Mitarbeiter in anderen Bereichen der Bank weiterhin benötigt werden.

Neske sieht in der Zusammenlegung Synergien in Höhe von etwa 100 Millionen Euro pro Jahr, die ab 2026 realisiert werden sollen. Um diese Einsparungen zu erzielen, plant die LBBW einmalige Investitionen von rund 150 Millionen Euro, die unter anderem für Abfindungen und Altersteilzeitregelungen verwendet werden sollen. Trotz der Veränderungen bleibt der Standort Berlin erhalten, und eine Versetzung nach Stuttgart ist nicht erforderlich.

Die Banklizenz der Berlin Hyp wird in der neuen Struktur nicht mehr benötigt, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führen soll, da regulatorische Projekte nicht mehr parallel in beiden Häusern umgesetzt werden müssen. Die Integration folgt auf eine schwierige Phase im Gewerbeimmobilienmarkt, die durch steigende Zinsen und Baukosten sowie den Trend zu mehr Homeoffice gekennzeichnet ist. Trotz der Herausforderungen hat die LBBW nach wie vor ein profitables Geschäft in diesem Bereich.

Neske bleibt optimistisch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen und betont, dass er die Übernahme der Berlin Hyp rückblickend erneut durchführen würde. Mit einem Portfolio von 63 Milliarden Euro zählt die LBBW zu den größten deutschen Finanzierern von Gewerbeimmobilien, zu denen Büros, Hotels und Einkaufszentren gehören. Neske äußerte einen gemischten Ausblick auf den Immobilienmarkt, insbesondere in Deutschland und Europa, wo die Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen länger dauern könnte.

BankensektorImmobilienLBBWStellenabbau

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