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Kursverluste im DAX: Sorgen um Autobranche

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Kursverluste im DAX: Sorgen um Autobranche

Die Anleger haben sich trotz der sinkenden Inflation vom Aktienmarkt zurückgezogen, was zu Kursverlusten im DAX führte. Am letzten Handelstag des Septembers verzeichnete der DAX einen Rückgang um 0,78 Prozent und schloss bei 19.322 Punkten. Das Tageshoch lag zwar bei 19.449 Punkten, konnte jedoch nicht gehalten werden. Der MDAX gab um 1,31 Prozent auf 26.853 Zähler nach. Besonders die Automobilbranche stand im Fokus der Verluste. Die VW-Tochter Porsche und die Holding Porsche SE zählten zu den größten Verlierern. Die ebenfalls im Leitindex enthaltenen Vorzugsaktien der Kernmarke VW verloren über zwei Prozent. Auch BMW, Mercedes und Zulieferer Continental verzeichneten Kursrückgänge, da die Hersteller im wichtigen chinesischen Markt den Anschluss an die Elektromobilität zu verlieren drohen.

Darüber hinaus beunruhigt die mögliche Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten die Branche, da er mit hohen Zöllen droht. In einem volatilen Marktumfeld waren daher defensive Titel wie Henkel gefragt. Tagessieger war Fresenius mit einem Plus von über 1,8 Prozent. Die VW-Vorzugsaktie stand besonders im Fokus, nachdem der Konzern am Freitagabend eine Gewinnwarnung ausgesprochen hatte. Das Papier blieb weiterhin unter 100 Euro. Analysten verwiesen darauf, dass die Kernmarke VW Pkw schlechter als erwartet läuft, was bereits nach Gewinnwarnungen anderer Branchenakteure deutlich geworden war. Zusätzlich belastete eine gestrichene Kaufempfehlung der Investmentbank Stifel die Porsche SE-Aktie.

Der DAX zeigte trotz der Schwächen in der Automobilbranche eine überraschend positive Entwicklung im September. Während der Monat im Schnitt einen Rückschlag von 6,1 Prozent mit sich bringt, konnte in diesem Jahr ein Plus von 2,2 Prozent erzielt werden. Fundamentale Treiber waren die Zinswende in den USA und Europa sowie das chinesische Konjunkturprogramm. Der Euro bewegte sich am Tag ohne klare Richtung, während der Goldpreis um gut 1,1 Prozent nachgab.

In den USA lag der Fokus auf chinesischen Aktien, die zunächst deutliche Gewinne verzeichneten, bevor sie wieder abgaben. Grund waren Maßnahmen zur Unterstützung der chinesischen Wirtschaft, etwa eine Senkung der Mindestreserve für Banken. Der Euro schwankte im Kurs, und der Goldpreis verlor an Wert. Stellantis-Aktien fielen nach einer Gewinnwarnung um über 14 Prozent, und auch Aston Martin korrigierte seine Prognose nach unten. Die Deutsche Börse verkündete einen neuen Co-Vorstandschef, Stephan Leithner, der das Amt am 1. Oktober antritt.

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