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Kritik an Black Friday wegen Umweltbelastung

Umweltschützer fordern nachhaltigen Konsum und gesetzliche Maßnahmen gegen Ressourcenverschwendung

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Kritik an Black Friday wegen Umweltbelastung

Umweltschützer haben scharfe Kritik am Shopping-Event "Black Friday" geäußert und rufen zu nachhaltigem Konsum auf. Sie warnen vor den weitreichenden negativen Auswirkungen dieses Schnäppchentages auf Umwelt, Kunden und Hersteller. Insbesondere wird auf die Problematik des illegalen Imports von Produkten hingewiesen, die über ausländische Online-Marktplätze bezogen werden. Diese Waren, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH), entsprechen oftmals nicht den geltenden Umwelt- und Sicherheitsstandards. Beispiele hierfür seien gefälschte Elektronikartikel, belastetes Kinderspielzeug und gepanschte Kosmetika.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die häufige Rückgabe von rabattierten Produkten nach den Verkaufsaktionen. Laut DUH werden diese Retouren oftmals vernichtet, was eine erhebliche Verschwendung von Ressourcen darstellt. Die Organisation fordert die Politik dazu auf, gesetzliche Maßnahmen gegen die Vernichtung von Retouren zu ergreifen. Verbraucher werden aufgefordert, dem sogenannten „Konsum-Wahnsinn“ eine Absage zu erteilen und bewusster einzukaufen.

Stattdessen schlagen Umweltschützer vor, Reparaturen stärker zu fördern und einen "Green Friday" einzuführen, bei dem defekte Geräte zu günstigen Konditionen repariert werden könnten. Besonders im Bereich der Elektronik wird kritisiert, dass der Black Friday dazu verleite, neue Geräte zu kaufen, statt alte zu reparieren. Die DUH betont, dass dies angesichts der Klima-, Müll- und Ressourcenkrise der falsche Weg sei.

Auch der Kauf von Kleidung am Black Friday steht in der Kritik. Verbraucher sollten sich fragen, ob sie neue Kleidungsstücke wirklich benötigen und wie oft diese getragen werden. Claudia Brück von Fairtrade Deutschland hebt hervor, dass fair gehandelte Kleidung nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Lebensbedingungen der Produzenten verbessert. Besonders die schnelllebigen Modezyklen von "Fast Fashion" werden als problematisch angesehen, da sie zu schlechten Arbeitsbedingungen, unbezahlten Überstunden und niedrigen Löhnen in Textilfabriken führen.

Trotz der Kritik bleibt der Black Friday ein bedeutendes Ereignis für den Einzelhandel. Der Handelsverband Deutschland rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 5,9 Milliarden Euro während der Rabattaktionen, die auch den „Cyber Monday“ umfassen. Ursprünglich in den USA entstanden, hat sich der Black Friday mittlerweile auch in Deutschland zu einem der umsatzstärksten Tage für den Handel entwickelt.

Handel & KonsumEinzelhandel Black Friday

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