Kriegsende-Hoffnung treibt Wall Street kräftig ins Plus
Berichte über mögliches Iran-Kriegsende beflügeln US-Börsen – Nasdaq springt um 3,8 Prozent nach oben.

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag deutlich zugelegt, nachdem Berichte über eine mögliche Beendigung des Krieges mit dem Iran die Stimmung der Anleger schlagartig verbesserten. Präsident Trump soll seinen Beratern signalisiert haben, dass er bereit sei, den Konflikt zu beenden – selbst ohne vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Zusätzlichen Rückenwind lieferten Meldungen, wonach auch der iranische Präsident offen für ein Kriegsende sei.
Der technologielastige Nasdaq Composite führte die Erholung mit einem Plus von 3,8 Prozent an. Der breite S&P 500 gewann 2,9 Prozent, während der Dow Jones Industrial Average um 2,5 Prozent zulegte. Parallel dazu gaben die Renditen von US-Staatsanleihen nach, was auf eine sinkende Risikoaversion der Investoren hindeutet.
Auch die Ölpreise gaben nach – ein klares Zeichen, dass die Märkte eine Entspannung der geopolitischen Lage einpreisen. Anleger werteten Trumps Signale als Hinweis darauf, dass der seit etwas mehr als einem Monat andauernde Konflikt möglicherweise bald enden könnte. Dennoch bleibt der weitere Kriegsverlauf höchst ungewiss.
Benzinpreise auf höchstem Stand seit 2022
Der Krieg hinterlässt bereits deutliche Spuren an den amerikanischen Zapfsäulen. Die US-Benzinpreise überschritten erstmals seit August 2022 die Marke von vier US-Dollar je Gallone. Seit Kriegsbeginn vor rund einem Monat sind die Preise um etwa 1,04 Dollar oder knapp 35 Prozent gestiegen – eine erhebliche Belastung für amerikanische Verbraucher.
Für deutsche Anleger ist dieser Preisanstieg besonders relevant, da er die Inflation in den USA anheizen und die Geldpolitik der US-Notenbank Fed beeinflussen könnte. Steigende Energiekosten gelten als klassischer Inflationstreiber und könnten Zinssenkungserwartungen dämpfen.
US-Arbeitsmarkt zeigt erste Schwächesignale
Abseits der geopolitischen Entwicklungen lieferte der US-Arbeitsmarkt gemischte Signale. Die Zahl der offenen Stellen sank im Februar auf 6,9 Millionen, nach einem nach oben revidierten Wert von 7,2 Millionen im Januar. Dies geht aus der monatlichen JOLTS-Erhebung des US-Arbeitsministeriums hervor.
Besonders auffällig: Die Neueinstellungen fielen auf den niedrigsten Stand seit April 2020 – dem Höhepunkt der Corona-Krise. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten zurückhaltender bei der Personalplanung werden. Für die Fed sind diese Daten ein wichtiges Signal bei der Beurteilung der Arbeitsmarktlage.
