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KOSPI bricht um 8% ein: Nahost-Eskalation erschüttert Südkoreas Börse

Der südkoreanische Leitindex KOSPI musste den Handel nach einem Einbruch von über 8% kurzzeitig aussetzen.

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KOSPI bricht um 8% ein: Nahost-Eskalation erschüttert Südkoreas Börse

Der südkoreanische Aktienmarkt erlebte am Montag einen dramatischen Einbruch. Der KOSPI fiel im Morgenhandel um 8,1% und löste damit einen automatischen Circuit Breaker aus, der den Handel für rund 20 Minuten unterbrach. Um 09:52 Uhr ET (01:57 GMT) wurde der Handel wieder aufgenommen.

Auslöser des Kursrutsches war die massive Eskalation des Nahostkonflikts am Wochenende. Israel führte Luftangriffe auf iranische Energieinfrastruktur durch, während der Iran seinerseits mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Nachbarländer reagierte. Besonders brisant: Der Iran begann zudem, Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen – einem Nadelöhr für rund 20% des weltweiten Ölverbrauchs.

Der Rückgang trifft Südkorea in einer sensiblen Phase. Der KOSPI hatte in den ersten beiden Monaten des Jahres eine starke Rallye hingelegt, was nun zu umfangreichen Gewinnmitnahmen führte.

Technologieriesen und Autobauer besonders hart getroffen

Die schwergewichtigen Indexmitglieder litten besonders stark. Samsung Electronics und SK Hynix, die maßgeblich zur vorherigen Kursrallye beigetragen hatten, verloren zwischen 10% und 12%. Hyundai Motor verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von 10,4%.

Südkorea gilt als besonders verwundbar gegenüber Störungen der Ölversorgung: Rund 70% seiner Öllieferungen stammen aus dem Nahen Osten. Höhere Energiepreise drohen inflationäre Effekte auszulösen, was Zentralbanken weltweit zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen könnte.

Ölpreise auf Mehrjahreshoch, Gold und Dollar im Fokus

Die geopolitischen Spannungen trieben den Brent-Rohölpreis auf Niveaus, die zuletzt zu Beginn des Russland-Ukraine-Krieges 2022 erreicht wurden. Asiatische Märkte leiden unter diesem Trend besonders stark, da die meisten Länder der Region Netto-Ölimporteure sind.

Eine kurzzeitige Entspannung der Ölpreise trat ein, nachdem Berichte über Notfallgespräche der G7 zur Freigabe strategischer Ölreserven bekannt wurden. Dennoch blieben die Märkte nervös. Goldpreise korrigierten frühe Verluste, der US-Dollar legte im Zuge der Risikoaversion zu, und auch die Wall-Street-Futures zeigten deutliche Abschläge.

Am Rande des Konflikts wurde zudem bekannt, dass die Ukraine auf Bitten der USA hin Drohnenexperten und Abfangdrohnen in den Nahen Osten entsandt hat, um US-Militärstützpunkte in Jordanien zu schützen. Präsident Selenskyj bestätigte dies gegenüber der New York Times.

KOSPISüdkorea BörseNahost-KonfliktÖlpreisCircuit Breaker

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