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Konsumflaute in Deutschland

Inflation dämpft Verbraucherstimmung und Einzelhandelsumsatz

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Konsumflaute in Deutschland

In Deutschland verzeichnet der Einzelhandel weiterhin rückläufige Umsätze. Im September setzte sich der Trend des Umsatzrückgangs fort, was den vierten Monat in Folge markiert. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes fiel der Umsatz im Vergleich zum Vormonat nominal um 0,7 Prozent und real, also preisbereinigt, um 0,8 Prozent. Im Jahresvergleich zum September des Vorjahres ergibt sich ein nominaler Umsatzrückgang von 0,6 Prozent und ein realer von 4,3 Prozent. Die Statistiker aus Wiesbaden weisen darauf hin, dass die Diskrepanz zwischen nominalen und realen Ergebnissen auf das gestiegene Preisniveau im Einzelhandel zurückzuführen ist.

Die anhaltend hohe Inflation trägt wesentlich zur Kaufzurückhaltung der Verbraucher bei. Obwohl die Preissteigerungen zuletzt etwas nachgelassen haben, sind die Verbraucherpreise im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,5 Prozent gestiegen, im Oktober um 3,8 Prozent.

Experten sehen in der Verunsicherung der Verbraucher einen Hauptgrund für die schwache Konsumlage. Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, sieht darin ein Hindernis für eine wirtschaftliche Erholung. Thomas Gitzel, Chefökonom der Liechtensteiner VP Bank, weist darauf hin, dass die schwachen Einzelhandelsumsätze mit einem gesamtwirtschaftlichen Rückgang einhergehen. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im dritten Quartal um 0,1 Prozent, wobei die geringe Nachfrage der privaten Haushalte eine wesentliche Rolle spielte. Gitzel sieht keine Anzeichen für eine baldige Trendwende.

Die Aussichten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft sind ebenfalls gedämpft. Marktanalysten von GfK und NIM prognostizieren für November einen Rückgang des Konsumklima-Indikators auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Rolf Bürkl, Experte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), sieht darin ein Zeichen dafür, dass die Hoffnungen auf eine Verbesserung der Konsumstimmung noch in diesem Jahr aufgegeben werden müssen. Dies könnte sich auch negativ auf die Weihnachtseinkäufe auswirken.

DeutschlandEinzelhandel Verluste

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