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Konjunkturängste belasten Anleger

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Konjunkturängste belasten Anleger

Nachdem der deutsche Leitindex DAX gestern ein neues Jahreshoch von 15.736 Punkten erreicht hatte, mussten sich Anleger am Dienstag bereits wieder auf eine neue Lage am Markt einstellen. Der DAX startete bei knapp 15.600 Punkten in den Handel und verzeichnete ein kleines Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem gestrigen XETRA-Schluss. Die Kurse fielen aufgrund schwächerer Konjunkturdaten aus den USA zurück, wo die US-Industrie im Februar erneut ein Auftragsminus von 0,7 Prozent verbucht hat, deutlich mehr als erwartet. Auch die US-Arbeitsmarktdaten für den Februar zeigten einen überraschend starken Rückgang bei neu eröffneten Stellen. Die neu aufflammenden Rezessionsängste bei Investoren setzten die US-Börsen bis zum Abend unter Druck.

Die Bankenbranche bleibt weiterhin im Fokus vieler Marktbeobachter. Die Schweizer Großbank UBS hat von den EU-Kartellbehörden vorläufig grünes Licht für die Übernahme der Rivalin Credit Suisse erhalten. Das Geldhaus muss jedoch noch die Genehmigung nach den EU-Fusionskontrollvorschriften beantragen. Credit Suisse wird von UBS für drei Milliarden Franken übernommen. Das Biotechunternehmen Morphosys kommt mit der Entwicklung seines Hoffnungsträger-Medikaments Pelabresib offenbar schneller voran als erwartet. Die wichtigsten Ergebnisse der entscheidenden Phase-3-Studie zu seinem Medikament gegen die seltene bösartige Knochenmark-Erkrankung Myelofibrose dürften bereits Ende des Jahres vorliegen. Ursprünglich sollten die Daten aus dieser Studie erst im ersten Halbjahr 2024 veröffentlicht werden. Morphosys hofft, mit Pelabresib einen neuen Behandlungsstandard setzen zu können.

Auch Shop Apotheke, ein Online-Arzneimittelhändler, kann Erfolge verzeichnen. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um fast 22 Prozent auf 371 Millionen Euro. Die Anzahl der aktiven Kunden stieg den Angaben zufolge auf 9,7 Millionen, im ersten Quartal kamen somit 0,4 Millionen Kunden hinzu. Shop Apotheke will den vollständigen Zwischenbericht für das erste Quartal 2023 am 2. Mai veröffentlichen. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) will einen großen Rechtsstreit um angeblich krebserregende Hygieneprodukte vermeiden. Zur Beilegung sämtlicher Klagen um Körperpflegeartikel, die das Magnesiumsilikat Talkum enthalten, akzeptiert das Unternehmen einen Vergleich im Volumen von rund 8,9 Milliarden Dollar. Der Vorschlag muss aber noch von Klägern und Gericht angenommen werden. Bei den über 40.000 Klagen geht es vor allem um das Körperpuder "Baby Powder", das viele Frauen für Erkrankungen an Eierstockkrebs verantwortlich machen.

Die Ölpreise bleiben weiterhin im Aufwärtstrend, da ein Barrel der Nordseesorte 85,20 Dollar kostet und somit noch einmal ein halbes Prozent mehr als gestern. Dieser Anstieg geht auf die geplante Förderkürzung des Ölkartells OPEC+ zurück, welche weiterhin auf den Markt wirkt. Auch der Preis für eine Feinunze Gold liegt mit 2023 etwas höher als gestern. Die gestiegenen Ölpreise und die allgemeine Unsicherheit an den Märkten haben bei den Anlegern Sorgen hervorgerufen, dass eine neue Wirtschaftskrise bevorsteht. In diesem Zusammenhang rücken auch die schwächeren Konjunkturdaten aus den USA in den Fokus. So hat die US-Industrie im Februar erneut ein Auftragsminus von 0,7 Prozent verbucht, was deutlich mehr ist als erwartet. Auch die US-Arbeitsmarktdaten für den Februar zeigen einen überraschend starken Rückgang bei neu eröffneten Stellen.

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