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Klimawandel trifft Apfelsaftproduktion

Ernterückgang und steigende Preise besorgen Industrie

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Klimawandel trifft Apfelsaftproduktion

Apfelsaft-Fans könnten in Deutschland bald auf dem Trockenen sitzen. Wie aktuelle Meldungen aus der Branche zeigen, steht der Saftproduktion eine besonders herausfordernde Zeit bevor. Laut Klaus Heitlinger, dem Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF), gibt es derzeit starke Anzeichen dafür, dass Apfelsaft ab Juli 2024 Mangelware werden könnte.

Der Grund dafür liegt in einer spürbar geringeren Apfelernte, die sich auf die Saftproduktion auswirkt. Die bisher vorliegenden Erntedaten zeigen, dass bis jetzt nur etwa die Hälfte der Apfelmenge im Vergleich zum Vorjahr gekeltert wurde. Dieser Trend deutet darauf hin, dass in der laufenden Keltersaison insgesamt weniger Apfelsaft produziert wird. Dies wird von steigenden Preisen für angelieferte Äpfel seit Mitte August, dem Beginn der Kelter-Kampagne, begleitet. Die Hauptphase der Saftproduktion wird laut VdF in den kommenden drei Wochen enden, wobei nicht mit einem nennenswerten Anstieg der Rohwarenlieferungen zu rechnen ist.

Einige Faktoren sind für diese Entwicklung verantwortlich. Die Streuobstwiesen, von denen viele Äpfel stammen, haben in den letzten drei trockenen Sommern stärker gelitten als ursprünglich angenommen. Dies hat zu einem Rückgang der Erntekapazitäten geführt. Darüber hinaus handelt es sich in diesem Jahr um ein turnusgemäßes schwaches Erntejahr, was zu einer geringeren Apfelproduktion beiträgt. Der Rhythmus von starken und schwachen Erntejahren ist in der Branche bekannt und wird durch natürliche Schwankungen in der Obstproduktion verursacht.

Doch nicht nur die Ernteverhältnisse, auch der Frischmarkt zeigt ungewöhnliche Entwicklungen. Normalerweise werden Äpfel, die nicht den Qualitätsstandards für den Verkauf als Frischware entsprechen, an Fruchtsafthersteller verkauft. In diesem Jahr wird jedoch festgestellt, dass weniger Äpfel als üblich aussortiert werden. Dies führt dazu, dass weniger Rohmaterial für die Saftproduktion zur Verfügung steht und auch hier die Preise steigen.

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