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Klarna vor Börsengang in New York

Siemiatkowski könnte zum Tech-Milliardär werden

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Klarna vor Börsengang in New York

Das schwedische Fintech-Unternehmen Klarna plant seinen Börsengang an der New Yorker Wall Street am Mittwoch. Unternehmensangaben zufolge handelt es sich dabei um den ersten größeren Börsengang eines europäischen Technologieunternehmens in den USA seit dem IPO des Chipdesigners Arm im Jahr 2023.

Firmenchef Sebastian Siemiatkowski, der Klarna 2005 mit zwei Studienfreunden gründete, hält aktuell rund sieben bis acht Prozent der Anteile. Bei einer angestrebten Bewertung von etwa 14 Milliarden US-Dollar würde sein Anteil rechnerisch einem Vermögen von rund einer Milliarde US-Dollar entsprechen.

Der geplante Börsengang markiert einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, das sich auf den Zahlungsdienst „Buy now, pay later“ spezialisiert hat. Klarna zählt nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Nutzer weltweit, davon ein erheblicher Teil in den USA. Die starke Präsenz auf dem US-Markt ist laut Unternehmensführung ein entscheidender Faktor für die Wahl des Börsenplatzes.

Zu den Investoren von Klarna zählen unter anderem der US-amerikanische Risikokapitalgeber Sequoia, der Finanzinvestor Silver Lake, der Staatsfonds Mubadala aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie der dänische Unternehmer Anders Holch Povlsen. Insgesamt hat Klarna seit seiner Gründung rund 4,5 Milliarden US-Dollar Kapital eingesammelt.

Während der Corona-Pandemie war das Unternehmen mit einer Bewertung von knapp 46 Milliarden US-Dollar das höchstbewertete nicht börsennotierte Start-up Europas. Infolge der Zinswende und rückläufiger Tech-Aktien fiel der Unternehmenswert zwischenzeitlich jedoch auf rund sieben Milliarden US-Dollar. Um die Profitabilität zu steigern, reduzierte Klarna 2022 die Belegschaft um rund zehn Prozent, was mehr als 700 Entlassungen bedeutete.

Neben dem Kerngeschäft arbeitet Klarna derzeit am Aufbau eines Mobilfunkangebots und setzt laut eigenen Angaben auf den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Kundenservice. Ein digitaler Avatar des Unternehmenschefs wird unter anderem für Präsentationen von Quartalszahlen eingesetzt.

Sebastian Siemiatkowski hatte den Börsengang bereits im September 2024 für das Folgejahr angekündigt. Die aktuelle Umsetzung entspricht somit dem damals kommunizierten Zeitrahmen. Der Skype-Mitgründer Niklas Zennström, heute Chef des Klarna-Investors Atomico, bezeichnete den Börsengang als „Meilenstein“, nicht als Abschluss.

Klarna

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