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KLA Corporation übertrifft Erwartungen trotz Kursrückgang nach Quartalszahlen

Halbleiterausrüster profitiert von KI-Boom, doch Anleger reagieren verhalten auf Ausblick

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KLA Corporation übertrifft Erwartungen trotz Kursrückgang nach Quartalszahlen

KLA Corporation hat im zweiten Geschäftsquartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Analystenschätzungen übertroffen. Der US-Halbleiterausrüster verzeichnete einen Quartalsumsatz von 3,3 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Analystenerwartung von 3,25 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 8,85 Dollar, verglichen mit der Konsensschätzung von 8,80 Dollar.

Die starke Nachfrage nach Chipfertigungsanlagen wird vor allem durch den Boom bei künstlicher Intelligenz und großen Sprachmodellen angetrieben. Hersteller benötigen leistungsstarke Prozessoren für KI-Anwendungen, was die Investitionen in Produktionsausrüstung deutlich erhöht hat. KLA profitiert als einer der führenden Anbieter von Inspektions- und Messtechnik für die Halbleiterfertigung direkt von diesem Trend.

Trotz der positiven Quartalszahlen reagierte die Börse enttäuscht: Die KLA-Aktie verlor im nachbörslichen Handel rund sieben Prozent. "Das Problem ist, dass die Aktie bereits vor der Veröffentlichung stark gestiegen war und neue Höchststände erreicht hatte, mit Erwartungen, die wohl ambitionierter waren als der veröffentlichte Konsens", erklärte Michael Ashley Schulman, Chief Investment Officer bei Running Point Capital Advisors.

Ausblick zeigt moderates Wachstum

Für das dritte Geschäftsquartal prognostiziert KLA einen Umsatz von 3,35 Milliarden Dollar (plus/minus 150 Millionen), während Analysten mit 3,28 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet das Unternehmen 9,08 Dollar (plus/minus 78 Cent) gegenüber der Konsensschätzung von 8,94 Dollar. "Was KLA für das März-Quartal in Aussicht stellte, sieht eher nach stetigem Wachstum als nach erneuter Beschleunigung aus", kommentierte Schulman.

Die verhaltene Reaktion der Anleger dürfte auch mit den mittelfristigen Herausforderungen zusammenhängen, denen sich KLA gegenübersieht. In China, einem wichtigen Absatzmarkt, gestaltet sich die Nachfrage zunehmend schwierig. Staatliche Vorgaben zur lokalen Beschaffung fortschrittlicher Chipfertigungstechnologie erschweren das Geschäft ausländischer Anbieter.

Geopolitische Risiken belasten

Zudem haben die USA umfassende Exportbeschränkungen für fortschrittliche Halbleitertechnologie nach China verhängt. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass amerikanische Technologie zur militärischen Aufrüstung der Volksrepublik genutzt wird. Für KLA bedeutet dies potenzielle Umsatzeinbußen in einem der größten Halbleitermärkte der Welt.

Der Branchenkollege Lam Research hatte am Mittwoch ebenfalls Quartalszahlen vorgelegt und einen optimistischen Ausblick gegeben. Die starke Nachfrage nach Chipfertigungswerkzeugen stützt die gesamte Branche, auch wenn einzelne Unternehmen unterschiedlich stark von den geopolitischen Spannungen betroffen sind. Die weitere Entwicklung des KI-Booms dürfte für KLA und die gesamte Halbleiterindustrie entscheidend bleiben.

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