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KI-Chip-Startup SambaNova sichert sich 350 Millionen Dollar und Intel-Partnerschaft

Vista Equity Partners führt Finanzierungsrunde an – SoftBank wird erster Kunde des neuen SN50-Chips.

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KI-Chip-Startup SambaNova sichert sich 350 Millionen Dollar und Intel-Partnerschaft

Das KI-Chip-Startup SambaNova hat eine Finanzierungsrunde über 350 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von der Private-Equity-Gesellschaft Vista Equity Partners und Cambium Capital. Auch Intel Capital, der Investmentarm des Chipherstellers Intel, beteiligte sich an der Transaktion.

Die frischen Mittel sollen den Ausbau des neuen SN50-KI-Chips vorantreiben, die cloudbasierte SambaCloud-Plattform skalieren und die Integration in Unternehmenssoftware vertiefen. SoftBank Corp wird als erster Kunde den SN50-Chip in seinen KI-Rechenzentren in Japan einsetzen. Das unterstreicht das wachsende Interesse asiatischer Technologiekonzerne an alternativer KI-Hardware.

Partnerschaft mit Intel als strategischer Schritt

Parallel zur Finanzierungsrunde unterzeichneten SambaNova und Intel eine mehrjährige Vereinbarung zur Bereitstellung kosteneffizienter KI-Inferenzlösungen. Diese Kooperation ergänzt die bestehenden GPU-Zusagen von Intel für Rechenzentren und positioniert beide Unternehmen stärker im Wettbewerb gegen den Marktführer Nvidia. Inferenz-Chips, die KI-Modelle in Echtzeit ausführen, stehen derzeit im Fokus massiver Investorenströme.

Bemerkenswerter Hintergrund: Intel-CEO Lip-Bu Tan fungiert gleichzeitig als Executive Chairman bei SambaNova. Zuvor hatte Intel Berichten zufolge über eine vollständige Übernahme von SambaNova für rund 1,6 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden verhandelt – diese Gespräche verliefen jedoch im Sand. Die nun geschlossene Partnerschaft stellt offenbar einen pragmatischen Mittelweg dar.

Vista wagt Schritt außerhalb der Komfortzone

Für Vista Equity Partners bedeutet das Investment einen ungewöhnlichen Vorstoß: Die Private-Equity-Gesellschaft ist traditionell auf Unternehmenssoftware spezialisiert und betritt mit dem KI-Hardware-Bereich Neuland. Das Engagement spiegelt wider, wie stark das Interesse institutioneller Investoren an der KI-Infrastruktur gestiegen ist.

Der Markt für KI-Inferenz-Chips erlebt derzeit eine Welle von Transaktionen rund um Nvidia-Konkurrenten. Unternehmen suchen zunehmend nach schnellerer und günstigerer Hardware, um ihre KI-Anwendungen effizienter zu betreiben. SambaNova positioniert sich mit dem SN50-Chip und der SambaCloud-Plattform als ernstzunehmende Alternative im hart umkämpften Markt.

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