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KI treibt Börse weiter an

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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KI treibt Börse weiter an

An der Wall Street verlief der Handel nach den jüngsten Rekorden ruhiger. Die Anleger zeigten sich nach den starken Kursbewegungen der letzten Tage entspannt, und die Schwankungen der großen Aktienindizes blieben gering. Der marktbreite S&P-500-Index erreichte in der Spitze bei 5.490 Zählern beinahe eine neue Bestmarke, schloss jedoch bei 5.487 Punkten, was einem moderaten Anstieg von 0,25 Prozent entspricht. Der Dow Jones, der Leitindex der Standardwerte, stieg leicht um 0,15 Prozent auf 38.834 Punkte. Die Nasdaq-Indizes blieben nahezu unverändert und in der Nähe ihrer am Vortag erreichten Bestmarken. Der Nasdaq 100 schloss bei 19.908 Punkten und verfehlte die 20.000er Marke nur knapp.

Die US-Anleger setzen derzeit stark auf das Boomthema Künstliche Intelligenz (KI) und hoffen weiter auf eine Zinswende in den USA. Obwohl die Federal Reserve ihre restriktive Geldpolitik beibehält, beflügelten die schwächer als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze im Mai neue Zinshoffnungen. Robert Pavlik, Portfoliomanager bei Dakota Wealth, erklärte, dass die schwachen Einzelhandelsumsätze darauf hindeuten, dass die US-Verbraucher weiterhin Schwierigkeiten haben. Ohne den robusten Pkw-Absatz wären die Umsätze sogar gesunken. Analysten hatten mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Trotz globaler Wachstumsverlangsamung bleibt die Hoffnung auf das Geschäft mit KI-Anwendungen ungebrochen.

Microsoft, Apple und Nvidia dominieren weiterhin den Markt und liefern sich ein enges Rennen um den Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt. Die Bewertungen dieser Unternehmen schwanken zwischen 3,22 und 3,33 Billionen Dollar. Besonders Nvidia konnte mit einem Anstieg von 3,51 Prozent ein neues Rekordhoch erreichen. Währenddessen gaben Apple und Microsoft leicht nach. Der Fokus der Anleger auf diese wenigen hochbewerteten Tech-Aktien wird jedoch zunehmend kritisch betrachtet, da viele Standardwerte bisher vom Boom unberührt bleiben.

In Deutschland stabilisiert sich der DAX nach den Kursverlusten der Vorwoche vorsichtig oberhalb der Marke von 18.000 Punkten. Der deutsche Leitindex schloss mit einem leichten Plus von 0,35 Prozent bei 18.131 Punkten. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte stieg um 0,42 Prozent auf 25.889 Zähler. Die KI-Euphorie der Wall Street trägt zur Stabilisierung des deutschen Marktes bei, trotz angespannter Stimmung aufgrund der politischen Unsicherheiten in Frankreich und bevorstehenden Neuwahlen.

Die Inflation im Euroraum steigt wieder, was die Europäische Zentralbank vor Herausforderungen stellt, nachdem sie die Zinsen erstmals seit fast fünf Jahren gesenkt hatte. Die Verbraucherpreise legten im Mai um 2,6 Prozent zu, was über dem angestrebten Ziel der EZB von 2,0 Prozent liegt. Unterdessen sinkt die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Deutschland weiter, was auf teure Materialien und gestiegene Finanzierungskosten zurückzuführen ist.

Der Euro konnte seine moderaten Gewinne ausbauen und profitierte von schwachen US-Konjunkturdaten sowie leicht verbesserten Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0737 Dollar. Trotz der Herausforderungen bleibt die Hoffnung auf wirtschaftliche Belebung bestehen.

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf enttäuschte am Aktienmarkt trotz bestätigter Wachstumsziele. Die Aktien verloren rund 2,8 Prozent, da keine neuen finanziellen Ziele präsentiert wurden. Auch der Solartechnik-Hersteller SMA Solar musste seine Prognosen aufgrund eines volatilen Marktes und Unsicherheiten revidieren.

China baut seine Position als wichtiger Importeur von Elektroautos in Deutschland weiter aus, obwohl die Nachfrage insgesamt schwach bleibt. Fisker, ein Herausforderer von Tesla, stellte einen Insolvenzantrag, da ohne frisches Geld die Existenz der Firma gefährdet ist. Boeing-Chef Dave Calhoun entschuldigte sich vor dem US-Senat bei Hinterbliebenen der Opfer der 737-Max-Abstürze, während der Konzern weiterhin unter Druck steht, seine Qualitätskontrollen zu verbessern.

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