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Kering-Aktie steigt: Gucci zeigt erste Erholungssignale nach Durststrecke

Luxuskonzern meldet verbesserte Quartalszahlen und strebt Wachstum für 2026 an.

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Kering-Aktie steigt: Gucci zeigt erste Erholungssignale nach Durststrecke

Die Aktien des französischen Luxusgüterkonzerns Kering haben am Dienstag deutlich zugelegt, nachdem das Unternehmen erste Anzeichen einer Erholung seiner Kernmarke Gucci präsentierte. Der Konzern kündigte zudem eine Rückkehr zum Wachstum im Jahr 2026 an und signalisiert damit das Ende einer mehrjährigen Durststrecke.

Kering erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 3,905 Milliarden Euro (4,65 Milliarden Dollar). Zwar bedeutet dies einen Rückgang von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, doch zeigt sich eine Verbesserung im Vergleich zum dritten Quartal, als der Umsatz noch um 10 Prozent eingebrochen war. Auf vergleichbarer Basis sank der Umsatz im vierten Quartal um 3 Prozent.

Die Zahlen übertreffen damit die pessimistischen Erwartungen vieler Analysten und deuten auf eine mögliche Trendwende hin. Der neue Konzernchef Luca de Meo treibt einen umfassenden Sanierungsplan voran, der vor allem die angeschlagene Traditionsmarke Gucci wieder auf Erfolgskurs bringen soll.

Gucci-Umsatz entwickelt sich besser als erwartet

Die wichtigste Marke im Kering-Portfolio, Gucci, wies für das vierte Quartal einen Umsatz von 1,62 Milliarden Euro aus. Dies entspricht einem Rückgang von 16 Prozent im Jahresvergleich, liegt aber weitgehend im Rahmen der Analystenschätzungen von 1,61 Milliarden Euro laut FactSet-Daten. Im dritten Quartal war der Umsatz des italienischen Luxuslabels noch um 18 Prozent gefallen.

Die sich verlangsamende Abwärtsdynamik wird von Investoren als positives Signal gewertet. Sie deutet darauf hin, dass die von de Meo eingeleiteten Maßnahmen zur Neupositionierung der Marke erste Früchte tragen könnten. Gucci hatte in den vergangenen Jahren Marktanteile an Wettbewerber wie LVMH und Hermès verloren.

Branchenweite Schwäche belastet Luxussektor

Wie seine Konkurrenten kämpft auch Kering mit einem breit angelegten Rückgang der Konsumausgaben im Luxussegment. Nach dem pandemiebedingten Boom, der von aufgestauter Nachfrage und Nachholeffekten getrieben wurde, hat sich die Dynamik im Luxusmarkt deutlich abgeschwächt. Besonders in China, dem wichtigsten Wachstumsmarkt der Branche, zeigen sich wohlhabende Konsumenten zurückhaltender.

Der Pariser Konzern, zu dem neben Gucci auch Marken wie Saint Laurent, Bottega Veneta und Balenciaga gehören, setzt nun auf eine schrittweise Erholung. Die angekündigte Rückkehr zum Wachstum im Jahr 2026 gibt Investoren Hoffnung, dass die Talsohle durchschritten sein könnte. Ob der Sanierungsplan nachhaltig greift, werden die kommenden Quartale zeigen müssen.

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