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Kaffeepreise steigen auf Rekordhoch an der Börse

Wetterextreme, hohe Nachfrage und Zölle belasten den globalen Kaffeemarkt

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Kaffeepreise steigen auf Rekordhoch an der Börse

Der Preis für Kaffee der Sorte Arabica hat an der Rohstoffbörse in New York ein Rekordhoch erreicht. Mit 320,10 US-Cent pro Pfund liegt der Kurs so hoch wie seit 1977 nicht mehr. Die gestiegenen Preise spiegeln eine angespannte Marktsituation wider, die durch mehrere Faktoren beeinflusst wird.

Ein Hauptgrund ist die drohende Verknappung des Angebots. Brasilien, der weltweit größte Produzent von Kaffee, leidet in diesem Jahr unter extremer Trockenheit, was die Ernte im kommenden Wirtschaftsjahr erheblich beeinträchtigen könnte. Die Arabica-Bohne, die zu den am häufigsten angebauten Kaffeesorten gehört, ist besonders betroffen. Auch die Robusta-Bohne, die in London gehandelt wird, zeigt ähnliche Preistendenzen. Hier wurden zuletzt 5.200 Dollar pro Tonne verzeichnet, nachdem der Preis Mitte September ein Rekordhoch von 5.829 Dollar erreicht hatte.

Neben witterungsbedingten Problemen wirken sich geopolitische Spannungen und die Handelspolitik der USA negativ auf den Kaffeemarkt aus. Donald Trump, der designierte Präsident der Vereinigten Staaten, hat angekündigt, Zölle auf Waren aus Ländern wie Mexiko und Kanada zu erhöhen. Diese Maßnahmen betreffen auch den Kaffeemarkt, da Mexiko ein bedeutender Exporteur von Arabica-Bohnen in die USA ist. US-amerikanische Röstereien haben bereits auf die angekündigten Handelsrestriktionen reagiert, da sie mit höheren Importkosten und Lieferengpässen rechnen.

Ein weiteres Problem stellt das Verhalten der Produzenten dar. In Erwartung noch höherer Preise halten viele ihre Bohnen zurück, was das ohnehin begrenzte Angebot weiter verknappt. Die hohe Nachfrage nach Kaffee bleibt jedoch bestehen, was die Preise zusätzlich in die Höhe treibt. Der Analyst Jack Scoville von der Price Futures Group betonte bereits zu Beginn der Woche, dass diese Zurückhaltung der Produzenten eine der treibenden Kräfte hinter den aktuellen Preisentwicklungen sei.

Die Situation verdeutlicht die Anfälligkeit des globalen Kaffeemarktes gegenüber externen Einflüssen wie Wetterextremen und politischen Entscheidungen. Die Kombination aus einer eingeschränkten Ernte, geopolitischen Unsicherheiten und den Folgen der Handelspolitik sorgt für eine außergewöhnliche Dynamik, die die Preise in neue Höhen treibt.

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