JPMorgan übernimmt Apple-Kreditkarte von Goldman Sachs
Nach monatelangen Verhandlungen haben JPMorgan Chase und Goldman Sachs einen Deal über die Übernahme des Apple-Kreditkartenprogramms abgeschlossen. Das Volumen beläuft sich auf rund 20 Milliarden US-Dollar.

JPMorgan Chase übernimmt das Kreditkartenprogramm der Apple Card von Goldman Sachs. Die beiden Banken einigten sich kurz vor Jahresende auf einen Deal, der ein Saldenvolumen von etwa 20 Milliarden US-Dollar umfasst. Damit endet eine monatelange Hängepartie zwischen den beiden Finanzinstituten.
Persönliches Eingreifen der CEOs notwendig
Die Verhandlungen waren im Herbst 2024 ins Stocken geraten. Erst ein direktes Gespräch zwischen JPMorgan-Chef Jamie Dimon und Goldman-CEO David Solomon am 8. Dezember brachte die Wende. Beide Seiten hatten sich gegenseitig vorgeworfen, den Deal unnötig zu verzögern.
Streit um Risikoabsicherung
Kern des Konflikts war die Absicherung gegen mögliche Kreditausfälle. JPMorgan hatte bereits einen Abschlag auf die Salden ausgehandelt, forderte aber zusätzlichen Schutz für den Fall einer Verschlechterung der Kreditqualität. Goldman Sachs sah hingegen wenig Grund für weitere Zugeständnisse, da das Apple-Programm erstmals profitabel zu werden schien.
Goldman zieht sich aus Privatkundengeschäft zurück
Für Goldman Sachs markiert der Deal einen weiteren Schritt beim Rückzug aus dem Privatkundengeschäft. Die Bank hatte sich unter CEO David Solomon in diesem Segment engagiert, musste jedoch hohe Verluste hinnehmen. Mit der Übergabe der Apple Card an JPMorgan konzentriert sich Goldman wieder stärker auf das traditionelle Investment Banking.
Bedeutung für Apple
Die Apple Card bleibt für den Tech-Konzern ein wichtiger Bestandteil seines Ökosystems. Mit JPMorgan als neuem Partner erhält Apple einen der größten und erfahrensten Kreditkartenanbieter der USA. Die Übernahme soll in den kommenden Monaten vollzogen werden.
